Aus für CFDs/FX und Klagewelle gegen Knock-Out Zertifikate?

 

Es rumort gewaltig in der Branche. Die ESMA, zuständig für die EU-weite Regulierung der Finanzmärkte, hat weitreichende neue Regeln unter anderem für den CFD- und Forex-Handel vorgeschlagen.

Damit ändert sich die Rolle der institutionellen beruflichen Weiterbildung fundamental;. Eingespielte Formen der Arbeitsgestaltung und ihrer Regulierung geraten an ihre Grenzen. Herauslösung aus sozialer Sicherung von Arbeitskraft, beispielsweise durch Strategien des Crowdsourcing.

Pompeji Informationen

Es rumort gewaltig in der Branche. Die ESMA, zuständig für die EU-weite Regulierung der Finanzmärkte, hat weitreichende neue Regeln unter anderem für den CFD- und Forex-Handel vorgeschlagen.

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Sondern auf jede einzelne Position. Jede Position würde also künftig einen automatischen Stop-Loss eingebaut haben. Künftig werden es EUR sein. Egal wie viel Cash ihr noch auf dem Konto habt oder wie fett die Buchgewinne anderer Positionen sind! Ein automatischer Stop Loss klingt nicht übel denkt jetzt der ein oder andere. Das Ganze wirft aber massive Problem auf:. Zusammengefasst lässt sich sagen: Ein leicht panischer Unterton lässt sich in Summe aber nicht abstreiten. Was natürlich ganz davon abhängt welche Zielgruppe aktuell schon betreut wird.

Broker die von Kleinkonten und den dort üblichen hohen Hebeln leben, werden sich um ein anderes Geschäftsmodell Gedanken machen müssen. Zwei sehr prominente Broker sind mittlerweile sogar dazu übergegangen, da die Vorschläge der ESMA nur Retailkunden und damit Privattrader betreffen, Kunden vermehrt den Status als professioneller Anleger anzubieten. Damit würde man zwar individuell höhere Hebel ausverhandeln können. Auf der anderen Seite fällt man natürlich um den Verzicht auf die Nachschusspflicht um.

Unsere Zielgruppe ist nicht jedermann, sondern das spezielle Segment der eigenverantwortlich handelnden Trader, die die Chancen vs. Jeder Kunde kann den Hebel auswählen: Warum Wettbewerber dies meist nicht anbieten, verstehen wir nicht. Desweiteren ist eine Angemessenheitsprüfung bei Kontoeröffnung sinnvoll! Ausschlaggebend ist aus unserer Sicht, dass der Kunde über die Risiken informiert ist und eine Hebel-Auswahl hat. Die deutsche BaFin hat im Jahr die Regulierung erneuert und hat keine Beschränkung der verfügbaren Hebelwirkung beschlossen.

Beschlossen wurde ein hundertprozentiger Schutz vor Nachschusspflichten. Admiral Markets ist hier auf einer Linie mit der BaFin. Dies ist eine sinnvolle Regulierung, die richtige Balance zwischen Freiheit vs. Leider wurde und wird dieser Hebel jedoch von einer Vielzahl der Trader völlig falsch verwendet. Insofern ist eine Reduzierung durchaus nachvollziehbar.

We therefore always welcome any directive from the regulator going in the same direction. However, we consider the former proposal by the FCA, about a leverage reduction to 1: Our latest research has revealed that the majority of our clients are well aware of their actions. Therefore some of them are starting to consider these decisions as an intrusion or even a limitation to their freedom of investing in financial markets.

Paradoxically, a leverage of less than 1: Unfortunately, the majority of those brokers do not offer the same standards of protection which are typical of the European ones. Within the general regulatory framework, a further question arises as mandatory: Once the new regulation is effective, how does the regulator plan to protect the European brokers currently under its protection?

The protection of European brokers is vital in order to restrain the outflow of traders towards non-regulated companies, which provide very low guarantees, in Europe as elsewhere.

We believe that the new regulations on advertising and promotion of trading to non-European brokers is simply insufficient. In fact, those companies may advertise their products through several different media platforms, such as sport sponsorships, primarily Formula 1 or football. Forums and blogs also may represent a further form of manipulation, bypassing the ban imposed by the European regulator. Februar kann jeder Trader der Behörde seine Sicht der Dinge schildern. Aber zu einem sehr hohen Preis.

Manche Zielgruppen werden ihr Trading so wie bisher gar nicht mehr ausführen oder überhaupt mit CFDs beginnen können. Natürlich ist man mit diesem Instrument wieder voll in der Nachschusspflicht Und dann ist da noch die behördliche Bevormundung. Das entspricht dem Kauf von Knock Outs. Die Scheine kosten nun wenige Cent bis hin zu mehreren Euro. Je nachdem wie weit der Knock Out noch entfernt ist. Nutzen wir dagegen den theoretischen Ansatz der Informatisierung, der den Gebrauch von Informationssystemen konsequent als Teil der gesellschaftlichen Produktivkraftentwicklung versteht, vermeiden wir eine solche technizistische Verengung.

Folgt man dieser Perspektive, ist Informatisierung mehr als nur der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien. Vielmehr geht es um einen komplexen sozialen Prozess, der zum Ziel hat, geistige Tätigkeiten und ihr Ergebnis anderen zugänglich zu machen. Aus individuellem Wissen wird Information, die in Informationssystemen kollektiv bearbeitbar und zum Gegenstand arbeitsteiliger Prozesse werden kann. Informatisierung ist somit die Voraussetzung dafür, dass Kopfarbeit als eine eigenständige Form menschlicher Arbeit existieren und rational betrieben werden kann.

Die Geschichte der Informatisierung in den Unternehmen beginnt lange vor dem ersten Computer vgl. Eine besondere Dynamik entfaltet sich zunächst Ende des Jahrhunderts aufgrund der doppelten Buchführung vgl. Mit der Verschriftlichung der Kommunikation vgl.

Kocka und zunehmend komplexeren Informationssystemen vgl. Vor allem mit dem Aufstieg des PC entwickelt sich der Computer dann von einer Expertendomäne zum alltäglichen Arbeitsmittel vgl.

In der Folge beginnen sich seit den er-Jahren auch erste Netzkonzepte durchzusetzen. Die Computerisierung und die ersten Netzkonzepte bilden jedoch nur den Auftakt eines tief greifenden Wandels der Informatisierung in den Unternehmen seit den er-Jahren. Vor allem der Aufstieg des Internets markiert hier eine neue Qualität: A n aly s e n Der Informationsraum als sozialer Handlungsraum Als Produktivitätssprung unterscheidet sich dieser Informationsraum von den Informationssystemen der Vergangenheit grundlegend: Es ist eine neue gesellschaftliche Handlungsebene entstanden.

Während es bei den bisherigen Computersystemen nur um eine Interaktion zwischen Mensch und Maschine ging, ermöglicht der Informationsraum eine neuartige Interaktion zwischen Menschen.

Sie können hier Informationen nicht einfach nur speichern, bearbeiten und austauschen, sondern zugleich lebendig interagieren und in Beziehung zueinander treten.

Im Informationsraum tummeln sich vielfältigste Akteurinnen und Akteure, kommunizieren, tauschen Liebesbotschaften aus oder versuchen ihren wirtschaftlichen Interessen nachzugehen. Privatpersonen finden hier ebenso Raum für unterschiedlichste Betätigungen wie zivilgesellschaftliche Organisationen oder Unternehmen vgl.

Zentrale Voraussetzung hierfür ist, dass der Informationsraum — anders als die Informationssysteme des Fordismus — verwendungsoffen ist. Mit dem Aufstieg des Internets ist diese neue Handlungsebene ubiquitär geworden. Von der Arbeitswelt bis zu lebensweltlichen Bereichen. A n aly s e n und der zwischenmenschlichen Kommunikation hat der Informationsraum die gesamte Gesellschaft durchdrungen. Die Funktionsweise und die Verkehrsformen des Internets gewinnen somit in der Gesellschaft neue Bedeutung.

Mit dem Informationsraum wird die Informatisierung selbst ubiquitär und zu einem lebendigen Prozess: Die abstrakte Welt der Informationen kommt hier zusammen mit der Lebendigkeit einer neuen gesellschaftlichen Handlungsebene, die ihre Dynamik durch die globale Vernetzung von Menschen gewinnt.

Der Informationsraum wird in neuer Qualität zum Fundament moderner Arbeits- und Wertschöpfungsprozesse. Drei Aspekte sind hier besonders zu beachten: Mit dem digitalen Wandel rückt die Informationsebene ins Zentrum der Wertschöpfung. Dies gilt von der Industrie bis in weite Bereiche der personenbezogenen Dienstleistungen. Die Veränderungen in der Automobilindustrie, in der neue Akteure wie Google oder Apple beginnen, Mobilität konsequent vom Informationsraum und von den Potenzialen der Digitalisierung her zu denken, geben einen Eindruck von der Bedeutung dieser Entwicklung.

Weite Teile von dem, was wir in der Arbeit tun, findet nun direkt oder indirekt in diesem Raum statt. Dabei wird Arbeit in bisher ungeahnter Weise transparent. Einerseits ermöglicht dies Innovations- und Lernschleifen für alle, andererseits auch eine immer engmaschigere Kontrolle jedes einzelnen Menschen. Der digitale Wandel verändert auch die Art, wie Unternehmen und Wertschöpfungsketten als Ganzes funktionieren.

Die Informationsebene wird hier zum Rückgrat neuer Formen systemischer Integration. Damit werden auch die alten Gewissheiten des fordistischen Industrieunternehmens infrage gestellt: Jahrhundert das werden, was die Maschinensysteme. Vor diesem Hintergrund beginnen Unternehmen heute, ihre Geschäfts- und Produktionsmodelle auf den Prüfstand zu stellen und nach einem neuen Bauplan für die Arbeitswelt der Zukunft zu suchen.

Hier wird aktuell ein regelrechter Katapultstart in die digitale Gesellschaft betrieben. Drei Beispiele zeigen, wie diese disruptiven Veränderungen bereits heute Gestalt annehmen. Hintergrund ist, dass digitale und vernetzbare Sensoren immer billiger und leistungsfähiger werden. Auch die Milliarden von Smartphones dienen mehr und mehr als flexibel nutzbare Sensoren. Was sich zunächst nur technisch anhört, ist im Wesen eine neue Qualität der Informatisierung der Welt.

Alles, was wir tun und was passiert, findet nun einen Niederschlag auf der Datenebene und kann somit gemessen, analysiert und ausgewertet werden. Aus dieser Perspektive wird auch die Schwäche der deutschen Diskussion um die Industrie 4. Sie bleibt vielfach im alten Maschinenparadigma verhaftet. Die Frage, wer die Gewinner und wer die Verlierer des neuen Paradigmas sein werden, dürfte sich daran entscheiden, wer in den industriellen Kernsektoren wirklich neue Geschäfts- und Produktionsmodelle etablieren kann.

Mit dem digitalen Wandel wird auch eine Disruption der Arbeitsmärkte zu einem neuen Szenario. Statt wie bisher auf fest angestellte Beschäftigte setzt das Modell auf die vollkommen flexible Nutzung weltweit verfügbarer Arbeitskräfte, die über die Cloud ohne feste Büros oder Arbeitsverträge in Wertschöpfungsprozesse integriert werden können.

Während diese Entwicklung in Deutschland noch vom Datenschutz gebremst wird, ist man hier in den Unternehmen des Silicon Valley weit fortgeschritten. IT-Prozesse und digitale Workflows werden dort nicht nur genutzt, um Arbeitsschritte zu strukturieren, sondern auch, um den Ablauf zu tracken und die Prozesse aufgrund der gewonnenen Daten zu optimieren.

Die neue Transparenz wird auch für die Leistungssteuerung genutzt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dazu angehalten, den Grad der Erfüllung ihrer Leistungsziele tagesaktuell mithilfe einer modernen App selbstständig zu dokumentieren.

In dieser für alle offenen App werden so der Arbeitsstand jeder und jedes Einzelnen und der individuelle Zielerreichungsgrad für alle! Im Silicon Valley konnten wir ein Unternehmen kennenlernen, das mit 1. Diese übernehmen für verschiedenste Kundinnen und Kunden keineswegs nur Einfach- und Einmal-Aufgaben, sondern hoch qualifizierte Entwicklungsleistungen.

Wo früher die feste Zugehörigkeit zum Unternehmen und der gemeinsame Arbeitsplatz Bindung und Engagement erzeugten, stiftet heute der Wettbewerb Motivation.

Alle Aufträge werden als Wettbewerb ausgeschrieben, und nur die beiden bestbewerteten Lösungen bringen den Kandidatinnen und Kandidaten Geld ein. Um auch komplexe, arbeitsteilige Entwicklungsprojekte bewältigen zu können, greift man interessanterweise auf Erfahrungen der Open Source Community zurück. Das Motto dieser neuartigen Industrialisierung von Kopfarbeit Boes u. So steht letztlich der gesetzlich geschützte Status von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zur Disposition, der derzeit das Machtgefälle zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten reguliert.

Die Arbeitswelt steht heute an einem Scheideweg. Wohin die Entwicklung gehen soll, wird in einem offenen so-. Schon heute sehen wir gegenläufige Entwicklungstrends: Die Beispiele aus dem Silicon Valley verdeutlichen nicht zuletzt, dass naiver Technizismus eine gesellschaftliche und politische Gestaltung des digitalen Wandels nicht ersetzen kann.

Dringend notwendig ist deshalb eine gesellschaftliche Leitorientierung, die die Menschen und ihre Rolle in diesem Prozess in den Mittelpunkt stellt. Berichterstattung zur sozioökonomischen Entwicklung in Deutschland — Arbeits- und Lebensweisen. Erster Bericht, Wiesbaden, S. Der informatisierte Produktionsmodus als Basis einer neuen Phase des Kapitalismus, in: Informatisierung — Unsicherheit — Kontrolle, in: Die Rückkehr der Leistungsfrage. Zwischen Individuum und Organisation.

Neue kollektive Akteure und Handlungskonstellationen im Internet, in: Die Methoden der Arbeiterentlohnung in der rheinisch-westfälischen Eisenindustrie, Berlin.

Using Technology and Constituting Structures: Organization Science 11, S. Informatisierung und gesellschaftliche Arbeit, in: Historisch-systematische Darstellung des gesamteuropäischen Wirtschaftslebens von seinen Anfängen bis zur Gegenwart, München. Informatisierung und neue Entwicklungstendenzen von Arbeit, in: Arbeits- und Industriesoziologische Studien 7 1 , S.

Mittels empirischer Befunde, Experteninterviews und eines Expertenworkshops wurden Zukunftsszenarien entwickelt, die mögliche Entwicklungspfade bis zum Jahr erkennbar machen. Mit dem Dialogprozess Arbeiten 4. Im Fokus stehen die Branchen Medien, Dienstleistungen und Produktion, die sich sowohl nach dem Stand ihrer aktuellen Digitalisierung als auch ihrer künftigen Perspektiven hinsichtlich der Digitalisierung unterscheiden. Die skizzierte Entwicklung der digitalen Arbeit beruht auf der Plausibilisierung einzelner empirischer Befunde, durchgeführten Experteninterviews und im Rahmen eines Expertenworkshops erstellten.

Der zeitliche Horizont reicht bis etwa Zeitpunkt und Eintrittswahrscheinlichkeit einzelner Ereignisse lassen sich nicht mit Gewissheit bestimmen und können je nach Anwendungskontext und regionalem Bezug variieren. Die Wirkmächtigkeit der Veränderungen resultiert aus dem Zusammentreffen von Digitalisierung und industriellem Strukturwandel, in dem weitere wesentliche Faktoren wirksam werden. Dazu zählen unter anderem die Verfügbarkeit mobiler, intelligenter Endgeräte, der Breitbandausbau, die allgemeine Internetaffinität der Bevölkerung, der Wunsch nach besserer Vereinbarkeit von Beruf.

Intelligente Assistenz- und Tutorensysteme Mit dem digitalen Strukturwandel steigen die Anforderungen an den individuellen Wissenserwerb. Zur Lösung neuer Aufgaben muss neues Wissen möglichst effizient erlernt und mit vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten kombiniert werden. Dabei adressieren intelligente Assistenzund Tutorensysteme auf dem Stand der Technik im Besonderen die Diversity-Dimensionen Alter, Geschlecht, Bildungsstand und kulturelle Zugehörigkeit und können damit individuelle Unterschiede hinsichtlich Fähigkeiten, Kompetenzen und Erfahrungen in heterogenen Belegschaften ausgleichen.

Zentral beim Einsatz intelligenter Assistenzund Tutorensysteme ist die Integration der Wissensvermittlung in den Arbeitsprozess — jenseits zeitlich und räumlich entkoppelter Situationen in klassisch formalen Weiterbildungseinrichtungen.

Damit reduziert sich das Transferproblem: Lernund Anwendungskontext sind identisch Hartmann Mit der lernförderlichen Arbeitsgestaltung und dem Einsatz leistungsfähiger digitaler Technologien werden Arbeitssysteme auch zu Lernsystemen. Gleichzeitig erweitert das informelle, technologisch gestützte Lernen den Zugang zur Weiterbildung, sofern informell erworbene Kompetenzen erfasst, validiert und formal anerkannt werden können.

Damit ändert sich die Rolle der institutionellen beruflichen Weiterbildung fundamental;. Branchenspezifische Trends Für die drei Branchen Produktion, Dienstleistungen und Medien, die sich durch unterschiedliche Geschäftsmodelle, Arbeitsverhältnisse und Digitalisierungsgrade unterscheiden, können die resultierenden zentralen Entwicklungen der Digitalisierung wie folgt zusammengefasst werden: Die Mobilität und geringere Kabelgebundenheit digitaler Geräte tragen zu einer zunehmend flexiblen, intelligenten, vernetzten Produktionsumgebung bei.

Mit dem zunehmenden Einsatz von Cloud-Techniken und mobilen Geräten erhöhen sich die Möglichkeiten einer flexiblen, dezentralen Leistungserbringung, insbesondere in der Steuerung, Überwachung und Wartung von Anlagen.

Atypische Beschäftigungsverhältnisse dürften in der industriellen Produktion jedoch auch in Zukunft die Ausnahme bleiben, da viele Tätigkeiten an die Bearbeitung realer Werkstücke gebunden sind, die Sensibilität von Daten in teil- autonomen Produktionssystemen zunimmt und geschäftskritische Aufgaben eher selten ausgelagert werden. Umgekehrt werden jedoch Crowd-Prozesse immer stärker eingesetzt, um Spezialwissen — etwa im Bereich Design — in den Produktionsprozess zu integrieren.

Der bedeutendste digitale Wandel erfolgt jedoch innerhalb der Fabrik und in der Verknüpfung von Wertschöpfungsketten zu flexiblen Wertschöpfungsnetzen. Die Produktion wird zwar gerade im Bereich der Massenprodukte auch weiterhin takt- und bandgebunden erfolgen, doch setzen sich immer mehr flexible Produktionssysteme durch, in denen adaptive und assistive Maschinen mit dem Menschen interagieren Stichwort: Erklärungen ergeben sich aus der nahezu vollstän-. Zeitungen sind nur noch Teil und nicht mehr Kern des Geschäftsmodells von ehemaligen Zeitungsverlagen.

Schon lange ist die Medienbranche von flexiblen Arbeitsverhältnissen und Solo-Selbstständigkeit geprägt. Hinzu kommt der Wandel der Geschäftsmodelle klassischer Verlagshäuser hin zu. Auch sehen sich Journalistinnen und Journalisten — zumindest in einigen Aufgaben — wachsender technischer Konkurrenz ausgesetzt: Hinzu kommt eine wachsende Zahl nachgelagerter digitaler Dienstleistungen, sogenannter Smart Services. Diese Heterogenität spiegelt sich auch in den Beschäftigungsformen wider, die von Crowdworking-Modellen und Solo-Selbstständigkeit über Minijobs bis hin zu Normarbeitsverhältnissen, etwa im öffentlichen Dienst, reichen.

Es wird erwartet, dass Dienstleistungen auf mittlere Sicht nahezu. Dies gilt auch für öffentliche Dienstleistungen und Verwaltungsdienste E-Government. Für einzelne Segmente wird es zu einem Wandel der Geschäftsmodelle und somit auch ihrer Organisationsformen kommen, da neue technologiegetriebene Wettbewerber in den Finanzmarkt drängen.

Die Zerlegung von Tätigkeiten mit dem Ziel einer stärkeren Automatisierung auch komplexer,. Zeitgleich werden für standardisierbare, manuelle Arbeiten zunehmend robotische Lösungen erwartet.

Analog zur Produktion werden assistive Systeme mittelfristig in Dienstleistungsbereichen zur Verfügung stehen, die bisher durch einen vergleichsweise niedrigen Technisierungsgrad gekennzeichnet waren, so etwa in der Reinigung oder in der Altenpflege.

Hierin besteht zugleich ein Schnittpunkt zum Strukturkapital. Ein wesentliches Merkmal innovationsförderlicher Arbeits- und Betriebsorganisation ist die Lernförderlichkeit der Arbeit.

In der Aufgabenkomplexität spiegelt sich wider, inwieweit unterschiedliche und anspruchsvolle Kompetenzen in der Arbeit einerseits erforderlich sind und andererseits dadurch immer wieder Notwendigkeiten und Chancen des Lernens entstehen. Die im europäischen Vergleich hohe Aufgabenkomplexität ist eine Stärke der deutschen Wirtschafts- und Bildungsstrukturen. Sie trägt direkt zur Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Möglichkeit der Partizipation, also der Mitwirkung an der Gestaltung der eigenen Arbeit. Diese Handlungsspielräume in der Arbeit sind in Deutschland vergleichsweise gering ausgebildet und liegen unter dem europäischen Durchschnitt.

Neue digitalisierte Arbeits- und Aufgabenstrukturen haben das Potenzial, den Erhalt der Aufgabenkomplexität zu sichern und den Ausbau partizipativer Arbeitselemente zu fördern. Deshalb sollte Neues ausprobiert, aber Bewährtes nicht gefährdet werden. Diese Arrangements müssen reversibel gestaltet sein, damit unerwünschte Effekte korrigiert werden können. Der digital vermittelte Wandel der Arbeitswelt ist für die meisten Akteure Neuland. Digitalisierung als Mittel zu Inklusion und Befähigung nutzen: Durch die Einführung intelligenter Assistenz- und Tutorensysteme, die das informelle Lernen in der Arbeit unterstützen, wird eine prozessimmanente Aus- und Weiterbildung ermöglicht, die allen Beschäftigten zugutekommt.

Dieses Potenzial für Inklusion und Befähigung gilt es durch eine gezielte Förderung zu nutzen. Verlässlichkeit innerhalb der Flexibilität sicherstellen: Wenn unternehmerisch und politisch die Überzeugung vertreten wird, dass die Digitalisierung Chancen für den Erhalt von Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit bietet, müssen die gleichen Akteure dafür sorgen, dass die damit einhergehenden wirtschaftlichen und sozialen Risiken — wie sie etwa in der Flexibilisierung von Arbeit bestehen — nicht auf den einzelnen Menschen übergehen.

Auch Crowdworkern oder Solo-Selbstständigen muss der Zugang zu zukunftssichernden Strukturen und die Teilhabe an Systemen der sozialen Sicherung ermöglicht werden. Die Digitalisierung bietet die Möglichkeit, insbesondere digitale Arbeitsinhalte zu fragmentieren und als Teilaufgaben auszulagern und zu verteilen.

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim. Zukunft der Arbeit in Industrie 4. Fintech — Die digitale R evolution im Finanzsektor. Algorithmenbasiertes Banking mit human touch, hrsg. Folgen der Digitalisierung für die Arbeitswelt: Gestaltungskonzepte für Gute Arbeit, in: Arbeitsgestaltung für Industrie 4. Alte Wahrheiten, neue Herausforderungen, in: Ein neuer Blick auf die Voraussetzungen von Innovationen, in: Was Beschäftigte und Unternehmen verändern müssen, 1.

The future of employment. How susceptible are jobs to computerisation? Die vor allem in Feuilletons geführte Makrodebatte zum Ende der Arbeit durch Automatisierung hat einen unbestreitbaren intellektuellen Reiz: Eine vorausschauende Arbeitspolitik benötigt aber einen nüchternen Blick auf die verschiedenen Dimensionen der strukturellen Veränderung der Beschäftigung. Ein Ende der Arbeit ist nicht in Sicht, wohl aber ein tief greifender Wandel der Arbeitswelt, der verstanden und gestaltet werden muss.

Qualifizierung nimmt dabei eine entscheidende Schlüsselrolle ein. Der Dialogprozess Arbeiten 4. Dieser Beitrag fokussiert auf die zentrale Frage der Auswirkungen der Digitalisierung auf die Beschäftigung. Er geht dabei auf die öffentliche Debatte und die vorliegende Evidenz ein und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung. Technik und Wirtschaft Bevor wir auf die Beschäftigungseffekte der Digitalisierung eingehen, wenden wir uns kurz der Bedeutung des digitalen Wandels für Wirtschaft und Arbeitswelt zu.

Hier stellt sich die zentrale Frage, ob wir derzeit an der Schwelle zu einer digitalen Revolution stehen oder ob sich der technologische Wandel kontinuierlich fortsetzt. Auf der einen Seite steht die exponentielle Leistungssteigerung bei der IT-Hardware, die immer schneller immer neue Anwendungsbe-.

Heute bleiben hier vor allem rechtliche Fragen zu klären. Auch die aktuellen Statistiken weisen bislang nicht auf Produktivitätssprünge in Deutschland hin. Auch die Vermittlung von Dienstleistungen über digitale Plattformen wird zwar am Beispiel von UBER, airbnb oder Helpling in der Presse breit diskutiert, ihre tatsächliche Bedeutung für die Beschäftigung ist in Deutschland jedoch noch marginal.

Aus unserer Sicht dürfte es künftig weniger auf. Die Vernetzung der Produktion, die Etablierung digitaler Plattformen sowohl im Dienstleistungsbereich wie bei den industrienahen Dienstleistungen und Big-Data-Anwendungen. David Autor führt dazu das Bild seiner Waschmaschine an, die zwar eine höhere Rechenleistung habe als die erste Apollomission, ihn aber nicht zum Mond bringe Autor Dennoch gewinnen wir in der Zusammenschau den Eindruck, dass die kommenden Jahre deutliche Veränderungen für eine wachsende Anzahl von Branchen und ihre Beschäftigten bringen, die weit über die bisherige Dynamik hinausgehen.

Dieser erwartete Entwicklungssprung setzt jedoch mehr Innovationsbereitschaft der Betriebe voraus, sei es aus eigenem Antrieb oder wegen der wachsenden Konkurrenz durch Start-ups und neue Geschäftsmodelle.

Da sich die deutsche Situation mit starkem Mittelstand, dualer Ausbildung, starker Industrie, hoher Exportorientierung, schwachem Dienstleistungssektor und geringer Gründungsrate deutlich von. A n aly s e n den führenden digitalen Wirtschaften wie den Vereinigten Staaten, Schweden oder Israel unterscheidet, wird Deutschland einen eigenen Weg zu einer digitalen Wirtschaft finden müssen.

Hier blicken wir zunächst auf das Ganze. Roboter und intelligente Maschinen würden langfristig die meisten Beschäftigten ersetzen.

Dieser Gedanke ist keinesfalls neu: Jahrhunderts führten zu ihrer Zeit zu ähnlichen Prognosen über ein Ende der Arbeit. A n aly s e n gefährdet sein könnte Bonin u.

Aber auch diese Zahl ist hypothetisch, und dies nicht nur, weil zahlreiche rechtliche, gesellschaftliche und nicht zuletzt wirtschaftliche Hürden vor einer unkontrollierten Automatisierung schützen.

Vielmehr passen die Beschäftigten ihre Tätigkeiten bereits kontinuierlich an und übernehmen komplexere Aufgaben. Jobs fielen demnach u. Hinzu kommt, dass die 5,1 Mio. Für den ersten anstehenden Schritt, die Analyse der Beschäftigungseffekte der Digitalisierung, bietet sie jedoch kaum einen Mehrwert.

Denn es werden lediglich einzelne Beispiele der Automatisierung herangezogen, um weitreichende Thesen zu belegen. Dementsprechend bleiben die Aussagen zu den Effekten vage und abstrakt. Wenn wir die Diskussion zur Zukunft der Arbeit in einer digitalen Welt ernsthaft führen wollen, brauchen wir jedoch konkrete Anhaltspunkte, wie sich der Arbeitsmarkt verändern wird. Darauf aufbauend, sollten wir den Wandel begleiten und aktiv mitgestalten. Den ersten Schritt der Analyse wollen wir. Denn steigende Produktivität führt auch zu steigender Nachfrage, sowohl nach neuen Produkten als auch nach qualifizierten Arbeitskräften.

Die These, dass der positive Nachfrageeffekt durch technologische Innovationen den negativen Substitutionseffekt von Arbeit durch Maschinen übersteigt, wird auch durch eine neue Studie zu den regionalen Beschäftigungseffekten in Europa erhärtet Gregory u.

Demnach sind im Zeitraum von bis rund 11 Mio. Weitere Hinweise gibt die Einschätzung der Beschäftigten selber, wie stark sich ihr Arbeitsplatz verändert und ob sie seinen Verlust durch Digitalisierung fürchten. Bei vier von fünf Befragten hat sich zudem in den letzten fünf Jahren die technologische Ausstattung verändert. Dieser Anteil entspricht den erwähnten.

Demnach wäre die Digitalisierung nur ein Faktor unter vielen, was angesichts des ständigen Wandels in der Wirtschaft plausibel erscheint. Der digitale Wandel wird die Dynamik am Arbeitsmarkt erhöhen. Die Digitalisierung wird die Fachkräfteengpässe nicht beseitigen, sondern eher verschärfen. A n aly s e n Denn die neue Beschäftigung wird überwiegend in den Bereichen entstehen, wo bereits jetzt Engpässe herrschen. Die Beschäftigten müssen sich auf deutliche Veränderungen einstellen, die von einzelnen neuen Tätigkeiten über komplette Wechsel in angrenzende Berufe bis zu Umschulungen reichen können.

Bei den vorliegenden Prognosen sollten zwei Aspekte bedacht werden. Die bislang vorliegenden Belege beziehen sich auf eine digitalisierte und vernetzte Produktion. Jedoch sind maschinelles Lernen und künstliche.

In diesem Bereich werden wir in den kommenden Jahren eine rasante Entwicklung erleben. Die Prognosen bieten uns eine gewisse Orientierung. Blind darauf verlassen sollten wir uns nicht. Es bleibt der politische Auftrag, den digitalen Wandel zu gestalten und die Unternehmen und Beschäftigten dabei zu unterstützen.

Empirische Evidenz und Polarisierung Die Digitalisierung und der technologische Fortschritt mögen heute eine neue Qualität erreichen. Sie üben jedoch schon eine Weile ihre.

A n aly s e n Wirkungen auf die Beschäftigung aus. Daher lohnt sich ein Blick zurück, um fundierte Aussagen darüber zu treffen, wer bislang betroffen war und welche Effekte sich zeigen. Die Veränderungen durch die Digitalisierung werden in engem Zusammenhang mit der Art der jeweils ausgeübten Fähigkeiten diskutiert.

Dabei wird angenommen, dass der technische Fortschritt Routinetätigkeiten manueller wie kognitiver Art zunehmend ersetzt, während analytische und interaktive, aber auch manuelle Nichtroutinetätigkeiten stärker nachgefragt werden.

Demnach stieg sowohl der Anteil analytischer als auch der Anteil interaktiver Nichtroutinetätigkeiten seit den er-Jahren von 25 bzw. Folglich überwiegen jetzt die analytischen und interaktiven Tätigkeiten, während die kognitiven Routinetätigkeiten und alle manuellen Tätigkeiten sich auf einem geringen Niveau eingependelt haben. Welche Jobs fallen weg und wer wird betroffen sein?

Früher war die eindeutige Antwort: Jobs mit niedrigen Löhnen und vor allem Geringqualifizierte. In der aktuellen Diskussion zur Digitalisierung ist hingegen die These einer Polarisierung der Arbeitsmärkte sehr präsent.

Demnach würde die Nachfrage nach Arbeitskräften mit mittlerer Qualifikation sinken, während die beiden Pole, Gering- und Hochqualifizierte, profitieren würden. Die Annahme ist, dass durch die Automatisierung zunehmend Tätigkeiten im mittleren Qualifikations- und Lohnbereich entfallen. Vor allem Berufe mit vielen Routinetätigkeiten, wie sie Bank- oder. Versicherungsfachleute oder Warenprüfer ausüben, würden zunehmend automatisierbar.

Die Polarisierungsthese hätte starke gesellschaftliche Auswirkungen: Wir sind bei der Interpretation zurückhaltender. Sieht man sich die Daten und Studien genau an, so fällt auf: Es sind vor allem die er-Jahre, in denen sich Belege für eine Polarisierung in den Vereinigten Staaten, aber auch in Europa finden lassen. In dieser Zeit wurden viele mittlere Tätigkeiten ausgelagert, oftmals nach Übersee: In der Produktion, aber auch in der Verwaltung und Buchhaltung.

Gleichzeitig änderten sich Konsumpräferenzen und die Nachfrage nach gering entlohnten Dienstleistungsjobs stieg an. In Deutschland wurde in den letzten Jahrzehnten zudem mit den Arbeitsmarktreformen ein Ausbau der Beschäftigung ermöglicht, allerdings überwiegend im Niedriglohnbereich.

Diese Sondereffekte haben zusammen mit der Digitalisierung zu einer Polarisierung geführt. Die Hoffnung, Digitalisierung und Automatisierung werden die Fachkräfteengpässe beseitigen, trügt. Viele Tätigkeiten im Pflege- und Gesundheitsbereich sind in absehbarer Zukunft nicht automatisierbar und sollten es zum Teil auch nicht sein.

Im technischen Bereich, vor allem in der IT, werden sich die Engpässe durch eine steigende Nachfrage eher noch erhöhen. Daher müssen Unternehmen weiterhin aktiv ihre Fachkräftebasis sichern gute Arbeit, Weiterbildung, neue Zielgruppen aktivieren.

Vor allem hochwertige Produkte mit neuen, kundenorientierten Dienstleistungen bieten für deutsche Betriebe neue Perspektiven Big Data, digitale Plattformen als Bindeglied zwischen Produzenten und Kunden. Flexible und mobile Arbeitsformen müssen zum beiderseitigen Vorteil von Betrieben und Beschäftigten genutzt werden. Hier ist ein neuer Flexibilitätskompromiss nötig. Berufsbilder und Ausbildungsinhalte müssen zeitnah an neue Tätigkeiten angepasst werden. Es ist jedoch keine grundlegende Erneuerung der Ausbildungen nötig, vielmehr müssen die Institutionen eine kontinuierliche Evaluation und Weiterentwicklung sicherstellen sowie neue digitale Lernansätze integrieren.

Die Arbeitsmarktpolitik sollte sich auf einen tiefer gehenden Wandel vorbereiten, die Wechsel zwischen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit werden wieder zunehmen. Mittelfristig muss das Ziel sein, durch frühzeitige Unterstützung etwa bei der Weiterbildungsberatung Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Neue Erwerbsformen Es erscheint nachvollziehbar, dass digitale Plattformen zu einer Verbreitung der Gig Economy Kurzzeitjobs für jedermann und vermehrtem Crowdworking und damit zu einem Anstieg der Solo-Selbstständigkeit führen.

Belegen lässt sich dies jedoch bislang nicht, weder in Deutschland noch in den Vereinigten Staaten mit Ausnahme einiger Metropolregionen. Derzeit steigt die abhängige Beschäftigung, und die Solo-Selbstständigkeit sinkt. Eine Trendumkehr erscheint aber angesichts der neuen technologischen Möglichkeiten nicht ausgeschlossen. Schlussfolgerungen Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus diesen Trends ziehen? Der Wandel erfordert aktive Gestaltung. Qualifizierung nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein.

Literatur Autor, David Why are there still so many Jobs? Wandel der Beschäftigung — Polarisierungstendenzen auf dem deutschen Arbeitsmarkt, Gütersloh. Digitalisierung am Arbeitsplatz, Berlin. The Future of Employment: How susceptible are Jobs to Computerization, Oxford. Beschäftigungseffekte des routineverzerrten technologischen Wandels in Europa Mimeo , Stuttgart. Durch partizipativ und agil organisierte soziale Innovationen entstehen nicht nur technisch bessere und kostengünstigere Lösungen, sondern die Arbeit wird auch demokratisch gestaltet.

Die Gestaltung von Technik ist immer ein sozialer Prozess, der eine Fülle sozialer und gesellschaftlicher Fragen aufwirft Pfeiffer a — das gilt zumal für Industrie 4.

Was wird mit welchem Ziel durch wen und in welchen Abläufen gestaltet? Es geht nicht um die Einführung einer neuen Technologie, verbunden mit einer inkrementellen Anpassung von Arbeitssystemen, sondern um eine Vielzahl neuer Technologien und Anwendungsformen unterschiedlichen technischen Reifegrads.

A n aly s e n Gestaltungsanforderungen stellen sich ebenso in den planerischen und indirekten Bereichen, sie sind ein Thema für Innovationsabteilungen und -prozesse und haben Folgen weit über die produzierenden Branchen hinaus.

Dafür werden Unternehmen und Beschäftigte, Interessenvertretungen und Gesellschaft Antworten finden müssen. Diese lassen sich aber nicht nachgeordnet oder jenseits des technisch zu Gestaltenden beantworten. Zwar lässt sich im Web nicht mehr scharf zwischen Gestaltung und Nutzung trennen, und es zeigen sich neue Dialogformen zwischen Nutzenden und Entwickelnden.

Welche Nutzungsformen möglich sind, entscheidet sich aber weiterhin zunächst auf der Ebene technischer Protokolle, Programmcodes und Netzwerkarchitekturen sowie durch die sie bestimmenden Akteurinnen und Akteure. Vier Dimensionen lassen sich dabei analytisch unterscheiden: Jede dieser technologischen Ebenen enthält für sich allein Gestaltungsherausforderungen, die nicht im bisherigen Modus der Arbeits- und Technikgestaltung zu bewältigen sind. Das gilt umso mehr für innovative Verbindungen mehrerer dieser technologischen Elemente.

Eingespielte Formen der Arbeitsgestaltung und ihrer Regulierung geraten an ihre Grenzen. Etablierte Formen der betrieblichen Mitbestimmung hinken der technischen Entwicklung hinterher. Es wird immer schwerer, technisch alle relevanten Aspekte zu verstehen und rechtzeitig gestaltend zu regeln. Selbst bereits eingeführte Technik wandelt sich bei Software-Updates schneller und grundsätzlicher als bisher und erfordert immer wieder neue Einschätzungen und gegebenenfalls Regelungen bezüglich Daten- und Arbeitsschutz.

Diese Herausforderungen erfordern proaktivere Gestaltungsansätze als bisher. Verfahren für inkrementelle Automatisierungsschritte entlang technologisch bekannter Pfade und mit eingespielten Akteuren geraten an ihre Grenzen. Gleichzeitig müssen die Potenziale der neuen Technologien zeitnah zum produktiven Einsatz gebracht und in robuste, serientaugliche Anwendungen übersetzt werden, ohne die Anlagenverfügbarkeit zu gefährden.

Gute Arbeit am Hallenboden. Intelligentere Prozesse erhöhen durch Sensoren und Algorithmen die Gesamtkomplexität. Kommt es zu den zwar selteneren Störungen, muss der Mensch weit mehr Fach- und Erfahrungswissen ad hoc aktivieren als bisher. Innovationstreibern fehlt spezifisches Produktions- und Prozesswissen. Viele der relevanten Technologien haben ihren Ursprung nicht in der produzierenden, sondern in der IT-getriebenen Industrie.

Management und Beschäftigte sind angesichts der Dynamik der Entwicklung und der Vielfalt der technischen Möglichkeiten teilweise damit überfordert, ihre Ansprüche. Gestaltungskonzepte für diese multiplen Herausforderungen müssen erst noch entwickelt werden. Die neuen Gestaltungsanforderungen beziehen sich aber nicht nur auf die Arbeitsgestaltung im engeren Sinne, sondern sie potenzieren sich bei der Gestaltung neuer Geschäftsmodelle und angesichts der Dynamik der technischen Entwicklung.

Ökonomische Akteure zielen auf eine weitgehende Ersetzbarkeit qualifizierter Arbeit und auf eine Workforce, die nicht mehr. Damit stellt sich die Frage: Wer kann Industrie 4. Und in welchen Formen kann dies gelingen? Dieses einmalige Potenzial könnte zur Gestaltung eigenständiger Industrie 4. Die Antwort auf die Frage, wie Industrie 4. Damit entstehen nicht nur technisch bessere und kostengünstigere Lösungen, sondern die Arbeit wird auch demokratisch gestaltet Casey Im Umgang mit Industrie 4.

Zwar bleiben auch bei einem disruptiven technischen Wandel die Prinzipien guter und humaner Arbeit weiterhin gültig Hartmann , aber wie sie sich in Gestaltungsprozessen konkretisieren, ist damit noch nicht gesagt. Die bisherigen Verfahren in den Unternehmen für die Gestaltung von Arbeitssystemen und Technik oder bei der punktuellen Einführung neuer Technologien reichen dafür nicht aus. Zunächst also zur Frage: Wer soll Industrie 4. Das darf weder den IT-Konzernen im Silicon Valley überlassen werden noch den dafür bislang vorgesehenen betrieblichen Funktionen wie der Anlagenplanung oder dem Engineering.

Die Beschäftigtenstruktur in Deutschland ist — anders als etwa in den USA — in ihrer Mitte besonders gut qualifiziert: Wie deutlich wurde, geht es bei Industrie 4. Innovationen top-down zu entwickeln, birgt die Gefahr, mögliche Fallstricke in der Praxis zu spät und erst im produktiven Einsatz zu bemerken.