Marktrisiko

 


Was willst du also damit sagen? Anstrengungen, die darauf gerichtet sind, im Interesse des Erzielens von Kundenaufträgen Kontakte zu Abnehmern anzubahnen und zu festigen.

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Ein wesentlicher Treiber des unsystematischen Zinsrisikos ist die Bonität des Emittenten. Einen Sonderfall stellt der Begriff der Optionspreisrisiken dar, der alle aus dem Handel mit Optionen resultierende Risiken umfasst. Neben dem Risiko der Preisänderung des Basiswertes das z.

Ein Anleger kann dem Marktrisiko nur entgehen, indem er keine risikobehafteten Wertpapiere kauft. Da das Marktrisiko nicht diversifiziert werden kann, erhalten Investoren hierfür im Regelfall eine Risikoprämie. Das Marktrisiko bei Nichtbanken umfasst den aktuellen und potenziellen Erfolg bzw. Sie beinhalten die Veränderung der Wettbewerbsbedingungen an den Beschaffungs- und Absatzmärkten.

Das Marktrisiko von Nichtbanken besteht konkret darin, dass auf den Beschaffungs - Roh- , Hilfs- und Betriebsstoffe und Absatzmärkten Fertigerzeugnisse , Halbfabrikate die eigenen Unternehmensziele nicht durchgesetzt werden können. Das Beschaffungsrisiko kann im Rahmen des Hedging Derivate , Lagerhaltung , Nutzung von Substitutionsgütern oder verstärkte Verhandlungsmacht gegenüber Lieferanten verringert oder ausgeschaltet werden.

Das höchste Marktrisiko besteht deshalb in der Markteinführung von Produkt- oder Finanzinnovationen , bei denen noch keine Marktanteile bestehen und das Marktpotenzial schwer vorhersehbar ist. Auf die Kreditwirtschaft bezogen sind Marktrisiken die Verlustgefahren, die durch Marktbewegungen bei Finanzmarktrisiken auftreten können.

Kreditinstitute und sonstige Finanzdienstleistungsinstitute sind auf den besonders volatilen Finanzmärkten Geldmarkt und Kapitalmarkt tätig. Hier tauchen als marktspezifische Ausprägungen des Marktrisikos das Zinsänderungsrisiko Änderungen des Marktzinses auf zinstragende Risikopositionen , Kursrisiko bei Wertpapieren wie Aktien , Anleihen , Währungsrisiko offene Fremdwährungspositionen und Aufwertungs- und Abwertungsrisiko , Rohstoff - Commodities - Risiko, Konzentrationsrisiko Klumpenrisiko , Granularität und Spread-Risiko Ausfall- und Kreditrisiko , Emittentenrisiko , Gegenparteiausfallrisiko auf.

Manche Autoren fügen zu den Marktrisiken noch das Refinanzierungskostenrisiko hinzu. Erfasst hiervon wurden Zinsänderungs-, Aktienkurs-, Fremdwährungs- und Edelmetallrisiken. Danach dürfen Marktpreisrisiken nur eingegangen werden, wenn hierfür Limitsysteme eingerichtet wurden. Systematische und detaillierte operative Vorgaben macht die seit Januar in allen EU-Mitgliedstaaten geltende Kapitaladäquanzverordnung CRR , die neben Kreditrisiken und operationellen Risiken bankenaufsichtsrechtlich auch Marktrisiken reguliert.

CRR sind Marktrisiken mit Eigenmitteln zu unterlegen. Derivative Finanzinstrumente — beispielsweise Zinsterminkontrakte und Zinsswaps — werden wie Wertpapiere behandelt Art. Fremdwährungs- und Edelmetallrisiken sind nur zu berücksichtigen, wenn ihre Nettoposition einen Schwellenwert von 2 Prozent des Eigenkapitals überschreitet.

Derivate sind nicht in der Bilanz erfasst, müssen aber trotzdem in die Nettopositionen eingehen. Optionsgeschäfte werden mittels des Deltafaktors erfasst Art.

Durch die Berücksichtigung des Marktrisikos kommt es vor, dass ein Geschäft kumulativ mit Eigenmitteln zu unterlegen ist. Ein Fremdwährungskredit besteht beispielsweise sowohl aus einem Kursrisiko wegen des Währungsrisikos als auch aus dem Kreditrisiko des Kreditnehmers , [11] die beide — unabhängig voneinander — mit Eigenmitteln zu unterlegen sind. Das Marktrisiko der Versicherungswirtschaft ergibt sich aus ihrer Funktion als Kapitalsammelstelle.

Was wird mit welchem Ziel durch wen und in welchen Abläufen gestaltet? Es geht nicht um die Einführung einer neuen Technologie, verbunden mit einer inkrementellen Anpassung von Arbeitssystemen, sondern um eine Vielzahl neuer Technologien und Anwendungsformen unterschiedlichen technischen Reifegrads. A n aly s e n Gestaltungsanforderungen stellen sich ebenso in den planerischen und indirekten Bereichen, sie sind ein Thema für Innovationsabteilungen und -prozesse und haben Folgen weit über die produzierenden Branchen hinaus.

Dafür werden Unternehmen und Beschäftigte, Interessenvertretungen und Gesellschaft Antworten finden müssen. Diese lassen sich aber nicht nachgeordnet oder jenseits des technisch zu Gestaltenden beantworten. Zwar lässt sich im Web nicht mehr scharf zwischen Gestaltung und Nutzung trennen, und es zeigen sich neue Dialogformen zwischen Nutzenden und Entwickelnden. Welche Nutzungsformen möglich sind, entscheidet sich aber weiterhin zunächst auf der Ebene technischer Protokolle, Programmcodes und Netzwerkarchitekturen sowie durch die sie bestimmenden Akteurinnen und Akteure.

Vier Dimensionen lassen sich dabei analytisch unterscheiden: Jede dieser technologischen Ebenen enthält für sich allein Gestaltungsherausforderungen, die nicht im bisherigen Modus der Arbeits- und Technikgestaltung zu bewältigen sind. Das gilt umso mehr für innovative Verbindungen mehrerer dieser technologischen Elemente. Eingespielte Formen der Arbeitsgestaltung und ihrer Regulierung geraten an ihre Grenzen.

Etablierte Formen der betrieblichen Mitbestimmung hinken der technischen Entwicklung hinterher. Es wird immer schwerer, technisch alle relevanten Aspekte zu verstehen und rechtzeitig gestaltend zu regeln. Selbst bereits eingeführte Technik wandelt sich bei Software-Updates schneller und grundsätzlicher als bisher und erfordert immer wieder neue Einschätzungen und gegebenenfalls Regelungen bezüglich Daten- und Arbeitsschutz.

Diese Herausforderungen erfordern proaktivere Gestaltungsansätze als bisher. Verfahren für inkrementelle Automatisierungsschritte entlang technologisch bekannter Pfade und mit eingespielten Akteuren geraten an ihre Grenzen. Gleichzeitig müssen die Potenziale der neuen Technologien zeitnah zum produktiven Einsatz gebracht und in robuste, serientaugliche Anwendungen übersetzt werden, ohne die Anlagenverfügbarkeit zu gefährden.

Gute Arbeit am Hallenboden. Intelligentere Prozesse erhöhen durch Sensoren und Algorithmen die Gesamtkomplexität. Kommt es zu den zwar selteneren Störungen, muss der Mensch weit mehr Fach- und Erfahrungswissen ad hoc aktivieren als bisher. Innovationstreibern fehlt spezifisches Produktions- und Prozesswissen. Viele der relevanten Technologien haben ihren Ursprung nicht in der produzierenden, sondern in der IT-getriebenen Industrie.

Management und Beschäftigte sind angesichts der Dynamik der Entwicklung und der Vielfalt der technischen Möglichkeiten teilweise damit überfordert, ihre Ansprüche. Gestaltungskonzepte für diese multiplen Herausforderungen müssen erst noch entwickelt werden. Die neuen Gestaltungsanforderungen beziehen sich aber nicht nur auf die Arbeitsgestaltung im engeren Sinne, sondern sie potenzieren sich bei der Gestaltung neuer Geschäftsmodelle und angesichts der Dynamik der technischen Entwicklung.

Ökonomische Akteure zielen auf eine weitgehende Ersetzbarkeit qualifizierter Arbeit und auf eine Workforce, die nicht mehr. Damit stellt sich die Frage: Wer kann Industrie 4. Und in welchen Formen kann dies gelingen? Dieses einmalige Potenzial könnte zur Gestaltung eigenständiger Industrie 4.

Die Antwort auf die Frage, wie Industrie 4. Damit entstehen nicht nur technisch bessere und kostengünstigere Lösungen, sondern die Arbeit wird auch demokratisch gestaltet Casey Im Umgang mit Industrie 4.

Zwar bleiben auch bei einem disruptiven technischen Wandel die Prinzipien guter und humaner Arbeit weiterhin gültig Hartmann , aber wie sie sich in Gestaltungsprozessen konkretisieren, ist damit noch nicht gesagt. Die bisherigen Verfahren in den Unternehmen für die Gestaltung von Arbeitssystemen und Technik oder bei der punktuellen Einführung neuer Technologien reichen dafür nicht aus. Zunächst also zur Frage: Wer soll Industrie 4.

Das darf weder den IT-Konzernen im Silicon Valley überlassen werden noch den dafür bislang vorgesehenen betrieblichen Funktionen wie der Anlagenplanung oder dem Engineering. Die Beschäftigtenstruktur in Deutschland ist — anders als etwa in den USA — in ihrer Mitte besonders gut qualifiziert: Wie deutlich wurde, geht es bei Industrie 4.

Innovationen top-down zu entwickeln, birgt die Gefahr, mögliche Fallstricke in der Praxis zu spät und erst im produktiven Einsatz zu bemerken. Auch deshalb sind Ansätze für Innovation in den letzten Jahren immer agiler und iterativer, kollaborativer und nutzungsorientierter geworden. Bislang beschränken sie sich jedoch meist auf Produkte im End-Consumer-Bereich und auf betriebliche Funktionsbereiche jenseits der Facharbeiter-Ebene und des Shopfloors.

Partizipative und agile Formen der Technikgestaltung haben das Potenzial, beides zu ermöglichen, wenn dabei von Anfang an die Beschäftigten auf dem Shopfloor einbezogen sind und ihre formale Qualifikation wie ihr lebendiges Arbeitsvermögen einbringen können. Literatur Bosch, Gerhard Facharbeit, Berufe und berufliche Arbeitsmärkte, in: WSI-Mitteilungen 67 1 , S.

The transformation of employee participation. We, the people at work, in: The building blocks of economic complexity, in: Digitalisierung industrieller Arbeit, Baden-Baden, S. Employee voice and organizational performance. Human Relations, 63 3 , S.

Kein Licht ohne Schatten, in: Mut zu Innovationen, Berlin, S. The riskreward nexus in the innovation-inequality relationship, in: Industrial and Corporate Change 22 4 , S. Technisierung von Arbeit, in: Handbuch Arbeitssoziologie, Wiesbaden, S. Auf dem Weg zum digitalen Despotismus, in: Mittelweg 36, 24 6 , S. Working Paper, Stuttgart, Online unter: Die Innovationen der Gesellschaft, in: Soziale Innovation, Wiesbaden, S.

Zur Dialektik von technischem Fortschritt und Arbeitsorganisation, in: Creating Desired Futures, Basel. Das macht sie attraktiv — für soziale Bewegungen, aber auch für die kommerzielle Nutzung: Neue Marktplätze für Arbeit und Dienstleistungen entstehen, die je nach Ausgestaltung sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite bestehende Regelungen infrage stellen.

Die Analyse der Nutzerdaten mithilfe komplexer Algorithmen erlaubt es, die Vermittlung weiter zu optimieren und zu individualisieren. Den Plattformen gelingt es damit, Angebot und Nachfrage mit einer bisher beispiellosen Effizienz zusammenzuführen.

Neu ist dabei vor allem, dass beide, Anbietende und Nachfragende, vermehrt auch Privatpersonen sind. Bewertungsmechanismen, die digitale Reputation, ersetzt dabei das anonymitätsbedingt fehlende Vertrauen beider Seiten. Die seit den er-Jahren steigende Verbreitung von Smartphones und der Einzug des mobilen Internets begünstigten diesen Trend, da die Nutzung orts- und zeitunabhängig über Apps erfolgen kann.

Bei der Betrachtung plattformbasierter Geschäftsmodelle sollte insbesondere zwischen zwei unterschiedlichen Konzepten, der On-Demand oder Gig Economy und der Sharing Economy, unterschieden werden. In beiden Fällen tritt die Plattform als Vermittler von Dienstleistungen bzw.

In der Sharing Economy werden Dinge jedoch sprichwörtlich geteilt. Idealerweise werden dadurch die betreffenden Ressourcen, oft alltägliche Gebrauchsgegenstände wie etwa Kleidung, Werkzeug oder Bücher, öfter oder länger benutzt Scholl u. Das ist nichts prinzipiell Neues, wenn wir an bestehende Geschäftsmodelle wie Leih-Ski für den Winterurlaub oder auch Bibliotheken denken. Der technologische Wandel sorgt aber für einen neuen Schub. Die Mehrheit dieser Onlineplattformen arbeitet gewinnorientiert und finanziert sich aus Vermittlungsprovisionen.

Sie bieten den Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, bestimmte Arbeitsschritte digitaler Arbeit auszulagern. Die Plattform teilt diese dann in Kleinstaufgaben Microtasks auf, vergibt sie als Auftrag an die Clickworkerinnen und Clickworker und führt die Arbeitsergebnisse danach wieder zusammen — bezahlt wird meist pro erbrachte Aufgabeneinheit. Erste empirische Untersuchungen kommen allerdings zu dem Ergebnis, dass es sich bei dieser Form der Nutzung freier personeller Ressourcen derzeit eher um eine Randerscheinung handelt ZEW Auch wenn viele Veränderungen empirisch noch nicht greifbar sind, wird bereits jetzt das Verdrängungspotenzial dieser neuen Geschäfts-.

A n aly s e n begründen würde. Bisher anders organisierte Formen des sozialen Interagierens, wie zum Beispiel nachbarschaftliche oder freundschaftliche Hilfe, würden dadurch marktwirtschaftlichen Allokationsmechanismen unterworfen.

Andere, wie etwa Jeremy Rifkin , sehen den Beginn einer neuen Konsumgesellschaft, in der der Zugang, nicht der Besitz im Vordergrund stehe. So ermöglichen Crowdfundingplattformen wie etwa Kickstarter, dass Geld für die Herstellung eines Produkts von den späteren Konsumentinnen und Konsumenten vorab bezahlt wird. Das schafft Transparenz und Unabhängigkeit.

Beide Positionen eint die Überzeugung, dass das bisherige Wirtschaftssystem tief greifenden Veränderungen entgegengeht. Fragt man die Plattformbetreiberinnen und -betreiber selbst, formulieren sie häufig eine Mission, die auf eine bessere Gesellschaft abzielt: Aus der ursprünglichen Idee ist jedoch ein Wirtschaftszweig hervorgegangen, dem mittlerweile beeindruckende Wachstumspotenziale zugeschrieben werden: Trotz des wachsenden Erfolgs dieser Unternehmen mit ihren völlig neuen Geschäftsmodellen sind ihre Auswirkungen derzeit empirisch noch schwer zu beziffern.

Viele Effekte sind entweder statistisch nicht erfasst, nicht eindeutig zuordenbar oder aufgrund ihres marginalen Charakters nicht sichtbar BMAS Die neuen plattformbasierten digitalen Geschäftsmodelle haben enormes Chancenpotenzial, werfen aber auch gestaltungspolitische und soziale Fragen auf. Letzteres liegt vor allem daran, dass die jeweiligen Geschäftsmodelle nur schwer mit dem existierenden.

Es bedarf daher einer differenzierten Betrachtung der Wirkungsmechanismen von Onlineplattformen, um einen möglichen Gestaltungsbedarf zu erörtern. Ökonomisch beruhen Plattformen auf dem Prinzip eines zwei- oder mehrseitigen Marktes. Das bedeutet, dass ein plattformbasiertes Geschäftsmodell mindestens zwei Kundengruppen hat: Je mehr Kundinnen und Kunden auf beiden Seiten eine Plattform nutzen, desto höher ist der Nutzen des jeweiligen Angebots für beide Gruppen.

Gleichzeitig generiert jede zusätzliche Nutzerin und jeder zusätzliche Nutzer nahezu keine Kosten für den Plattformbetreiber Null-Grenzkosten-Hypothese. Hinzu kommt, dass Plattformen die Transaktionskosten — also jene Kosten, die durch Marktnutzung entstehen, etwa durch das Sammeln von Informationen, das Aushandeln von Verträgen oder die Koordination neuer Prozesse — ganz erheblich senken.

Das Unternehmen konnte seit seiner Gründung im Jahr etwa 5 Milliarden Dollar an Finanzierungskapital einwerben und wird auf mehr als 50 Milliarden Dollar bewertet. Allein zwischen und verdoppelte sich die Anzahl der vermittelten Fahrten. Plattformen ermöglichen mit ihren Geschäftsmodellen eine Zentralisierung dezentraler Marktplätze, um die bisher ungenutzten Ressourcen besser zu nutzen, gleichzeitig können aber erhebliche Markteintrittsbarrieren für andere Wettbewerber entstehen.

Mitunter können sich Plattformen so zu einem monopolartigen Standard sowohl für die Inanspruchnahme der Dienstleistung als auch bei der Auftragsgenerierung entwickeln. Ein Missbrauch dieser Marktmacht liegt nahe. Aber auch bestehende Wettbewerber werden durch die neuen, digitalen Geschäftsmodelle mit neuartigen Herausforderungen konfrontiert.

Beispielsweise befinden sich airbnb-Anbieterinnen und -Anbieter inzwischen in einem intensiven Wettbewerb mit Hotels und Pensionen. Neben diesem Wettbewerbsvorteil deklarieren airbnb-Vermieterinnen und -Vermieter ihre Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung meist nicht in ihrer Steuererklärung.

Zudem bieten längst nicht mehr nur private Gastgeber freie Räumlichkeiten an: Laut einem Bericht des Generalstaats-. Im Zuge der wachsenden Bedeutung von airbnb haben sich zum Teil umfangreiche kommerzielle Strukturen entwickelt. Zusätzlich profitieren Plattformanbieter vom mitunter fixkostenreduzierenden vertraglichen Verhältnis zwischen ihren Plattformen und den darauf tätigen Arbeitskräften. Obwohl die Vermutung naheliegt, dass dieses Modell der Selbstständigkeit eine Zunahme von Solo-Selbstständigen begünstigt, ist es dazu bisher nicht.

A n aly s e n gekommen. Denn nach einem Anstieg im letzten Jahrzehnt, unter anderem durch entsprechende arbeitsmarktpolitische Strukturreformen am Beginn der er-Jahre, stagniert die Zahl der Solo-Selbstständigen und ist in den letzten zwei Jahren gesunken Brenke In vielen Fällen wird ein Wechsel in die Selbstständigkeit als Autonomie- und Flexibilitätsgewinn verstanden.

Er kann auch als berufliche Chance aufgefasst werden, da er einen alternativen Zugang zum Arbeitsmarkt bietet. Oft sogar mehr als das: Für einen Teil der Solo-Selbstständigen erfüllt sich hier ein berufliches und persönliches Ideal. Digitale Nomaden, Smartworker etc. Dem stehen aber wirtschaftliche Unsicherheiten durch schwankende Auftragseingänge und oft fehlende soziale Absicherungsmechanismen gegenüber. Insgesamt kann daher durchaus von einer Risikoverlagerung vom Plattformanbieter auf die selbstständigen Arbeitskräfte der Plattform gesprochen werden.

Insgesamt sollte bei der Bewertung der Situation also berücksichtigt werden, ob eine hoch spezialisierte Arbeitskraft Onlineplattformen als neue Akquisemöglichkeit nutzt eine Erwerbstätige beziehungsweise ein Erwerbstätiger bei geringer Entlohnung Tätigkeiten mit Gelegenheitscharakter nachgeht. Auch wenn derzeit noch von keinem messbaren Einfluss der neuen Geschäftsmodelle auf die Zahl der Solo-Selbstständigen in Deutschland gesprochen werden kann, müssen grundlegende Fragen dieses Arbeitsverhältnisses geklärt werden.

In erster Linie geht es dabei um die Frage, ob es sich bei den Arbeitskräften auf Plattformen um abhängig Beschäftigte oder Solo-Selbstständige handelt. Die Antwort darauf kann je nach Geschäftsmodell unterschiedlich ausfallen, aber zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden, wenn rechtliche Grauzonen dazu genutzt werden, erhebliche Kosten in der sozialen Sicherung der Arbeitskräfte einzusparen. Einige Onlineplattformen, so beispielsweise MyHammer, haben eine reine Vermittlungsfunktion.

A n aly s e n legen zentrale Bestandteile der Transaktion wie etwa Lohn oder spezifische Vorgaben für die Leistungserbringung fest. Insbesondere die Lohnsetzung oder Einführung von Lohnkorridoren durch einzelne Plattformen ist nicht unkritisch: Denn als Solo-Selbstständige haben die Auftragnehmerinnen und Auftragnehmer keinen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn oder tariflich festgelegte Entgelte.

Hinzu kommt, dass bei der Nutzung einiger Plattformen der Eindruck entsteht, dass die Dienstleistung durch die Plattform selbst erbracht wird, nicht durch einen vertraglichen Partner, der rechtlich selbstständiger Partner der Plattform ist. Ein Blick auf den Diskurs in anderen Ländern offenbart, dass nicht nur in Deutschland plattformbasierte Geschäftsmodelle den bestehenden regulatorischen Rahmen teilweise unterlaufen: So gibt es in den Vereinigten Staaten bereits seit Sommer eine intensive politische und juristische Diskussion darüber, ob Beschäftigte von Unternehmen der On-Demand Economy als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder unabhängig Beschäftigte zu werten sind.

In mehreren Sammelklagen versuchen Arbeitskräfte, ihren Status als abhängig Beschäftigte einzuklagen. Bis jetzt stehen die Entscheidungen jedoch aus. Mit Homejoy hat die erste Plattform daraus bereits Konsequenzen gezogen und geschlossen, da das bestehende Geschäftsmodell nicht mehr tragfähig sei.

Kriterien sind unter anderem der Grad der Abhängigkeit der Beschäftigten bei Erledigung der Aufgaben, ihr operationelles und finanzielles Risiko, die Dauer der Tätigkeit sowie erforderliche spezielle und einzigartige Fähigkeiten. Wie sähe also eine sinnvolle Gestaltung der Sharing Economy beziehungsweise von Onlineplattformen in Deutschland aus?

Fakt ist, dass zwischen Plattform und Auftragnehmenden ein Machtungleichgewicht herrscht, das kompensiert werden muss. Die Plattformökonomie bringt neue Beschäftigungsformen hervor und verlangt, die bestehenden Spielregeln der sozialen Marktwirtschaft zu überprüfen. Fakt ist aber auch, dass dies für bisher regulierte Dienstleistungen eine Konkurrenzsituation ohne faire Rahmenbedingungen schafft, die die inkrementelle Entwicklung von Qualitätsstandards, Regelungen zum Schutz von Beschäftigten und Konsumierenden bis hin zum Steuer- und Abgabesystem unterläuft.

Globalisierung und Digitalisierung führen jedoch dazu, dass Unternehmen weltweit und grenzüberschreitend aktiv sind — physische Grenzen existieren in der digitalen Welt von Netzwerken und Datenströmen nicht mehr. Interessant könnte daher auch der Weg zu mehr Transparenz und Selbstverpflichtung sein.

Denkbar ist auch eine genossenschaftliche Ausgestaltung der Plattformen, bei der Arbeitskräfte auch Betreiber der Plattform sind. Die Beispiele zeigen, dass eine aktive Gestaltung des digitalen Wandels nicht nur Sache der Politik ist.

Dabei kann es nicht darum gehen, durch neue Gesetze Innovationen zu verhindern. Denn diese eröffnen sowohl Beschäftigungs- als auch Wachstumschancen in der digitalen Wirtschaft der Zukunft. So hat der Deutsche Crowdsourcing Verband gemeinsam mit den Crowdsourcing-Anbietern Clickworker, Testbirds und Streetspotr einen Code of Conduct erarbeitet, der die Zusammenarbeit zwischen Dienstleistenden, Kundinnen und Kunden sowie Crowdworkern künftig regeln und allgemeingültige Leitlinien etablieren soll, damit Crowdworking als neue Arbeitsform zu einem Gewinn für alle Beteiligten wird.

Literatur Bundesministerium für Arbeit und Soziales Selbstständige Beschäftigung geht zurück, in: DIW-Wochenbericht 82 36 , S. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Auswirkungen von Onlineplattformen auf Branchen und Arbeitswelt, Kurzexpertise im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, unveröffentlicht. Verbreitung von Crowdworking in der deutschen Informationswirtschaft.

Ergebnisse einer repräsentativen Unternehmensbefragung Kurzexpertise im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, unveröffentlicht. Repräsentative Erhebungen belegen, dass die Deutschen den digitalen Wandel ambivalent wahrnehmen. Während über seine wirtschaftliche Bedeutung weitgehend Konsens besteht, wechseln hinsichtlich seiner Auswirkung auf die Arbeitswelt und auf das Leben der Einzelnen Erwartungen mit Befürchtungen.

Wichtig wird es sein, bestehende strukturelle Ungleichheit nicht im Zuge des Wandels und durch diesen Wandel zu zementieren. Die Vermittlung digitaler Kompetenzen wird nicht nur in der Arbeitswelt zu einer Frage der Gerechtigkeit. Allerdings steigt seit der Anteil der Onlinerinnen und Onliner in der Bevölkerung nicht mehr substanziell an ebd. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei der Online-Nutzung dennoch deutlich über dem Durchschnitt.

Was die Verfügbarkeit schneller und bezahlbarer Breitbandverbindungen und verschiedene Indikatoren zur Digitaltechnik im Geschäftsverkehr betrifft, liegen hingegen zahlreiche EU-Länder vorn Europäische Kommission a. Generelle Wahrnehmung des Internets: Aus Umfragen geht jedoch hervor, dass die Wahrnehmung der damit verbundenen Effekte durchaus ambivalent ausfällt. Zudem wird das Netz mehrheitlich ebenso als Motor der Meinungsfreiheit wie als Instrument staatlicher Überwachung angesehen.

Mehr als jede beziehungsweise jeder Dritte findet, dass das Internet zwischenmenschliche Be-. Dennoch deuten sich auch Symptome von Überforderung an: Hinzu kommt, dass sich Anzeichen beginnender Online-Übersättigung zeigen: Nicht unerwähnt bleiben darf zudem,.

Diese prägen bereits die Spaltung der Gesellschaft in Onlinerinnen beziehungsweise Onliner und Offlinerinnen beziehungsweise Offliner.

Onliner sind tendenziell eher jung und überdurchschnittlich häufig männlich. Ferner sind hier höher gebildete und tendenziell auch besser verdienende Personen überdurchschnittlich stark vertreten Initiative D21 , S.

Allerdings zeigt die in der Studie der Initiative D21 vorgenommene Typisierung auch: Sie zeichnen sich durch geringe Nutzungsvielfalt und eine generell geringere Offenheit dem Thema gegenüber aus. Zusammenfassend lässt sich sagen: Angesichts der zunehmenden Verlagerung von Kommunikationsstrukturen sowie Informations-, aber auch Partizipationsangeboten in die digitale Welt deutet sich hier ein Gerechtigkeitsproblem mit vielfachem Lösungsbedarf an.

Beispielsweise darf es zu keiner Einschränkung der sozialen Teilhabe aufgrund mangelnder digitaler Souveränität kommen. Zunächst lässt sich feststellen, dass die Bedeutung des technologischen Wandels kaum umstritten.

Eine Mehrheit sieht dabei auch vorrangig positive Effekte für die wirtschaftliche Entwicklung sowie für die Gesellschaft als Ganzes Initiative D21 , S.

Darüber hinaus können in der Wahrnehmung des digitalen Wandels durch die Bevölkerung drei Linien unterschieden werden:. Der fortschreitende digitale Wandel konfrondurch Robotereinsatz zu helfen ebd.

Vier Fünftel der BeschäfAnwendungsbereich: Generell gehen acht von zehn in dieser Menschen geht: Die Digitalisierung verändert den eigentlichen unwohl bei dem Gedanken, dass Roboter zu könnte. Am häufigsten wird hier der Einsatz oder behinderte Menschen eingesetzt würden. Die Digitalisierung wirkt auf den Arbeitsmarkt. Positiv gesehen wird insbesondere Die Bevölkerung in diesem Punkt Qualifikationsniveau: In einzelnen Menschen zu schwer oder zu gefährlich sind, zufolge gelten Jobs in traditionellen Branchen drei von zehn, die diese Sorge konkret umtreibt.

Branchen fällt dieser Wert sogar noch höher aus. ITFamilienmitgliedern schaftliche Dienstleistung - und naturwissenschaftliche Hälfte behilft sich mit online frei verfügbaren enstleistungsberufe? Knapp jede oder jeder IT- undbeziehungsweise naturwissenschaftliche? IT- und naturwissenschaftliche von einem Zugewinn an Entscheidungsfreiheit symptome vor allem die mittelhoch und höher griff auf selbst finanzierte Weiterbildungsangebote Dienstleistungsberufe Dienstleistungsberufe bei der Gestaltung der eigenen Arbeit.

Bei den zurück ebd. In einer anderen bevölkeein körperlich entlastender Effekt durch die Digizu Personen, die nicht mehr im Arbeitsleben? IT- und naturwissenschaftliche rungsrepräsentativen Studie konstatiert ein Drittel talisierung.

Er betrifft in dieser Gruppe mehr als stehen, als digital versierter und offener. Gering qualifizierte Beschäftigte sehen sich infolge Gleichwohl zeigt die Wahrnehmung der BeUnter allen in dieser Studie befragten Beschäfdes technologischen Wandels bei der Arbeit eher schäftigten deutlich: Tatsächlich ist es beitspensums infolge des technologischen Fortder Studie für die Initiative D21 auch deutlichen diese Gruppe, die durch die Transformation der schritts.

Unter den mittelhoch beziehungsweise Handlungsbedarf aufseiten der Unternehmen. Hierbei fällt auf, dass solche zent. Aber es hapert offenbar auch an geeigneten eigener Aussage in Folge technischer Neuerungen. Systematisch seltener nehmen Personen an Weiterbildungen teil, die nach eigener Aussage infolge technischer Neuerungen am Arbeitsplatz in ihren Kompetenzen und Fähigkeiten nun weniger gefordert sind als zuvor BMAS , S.

Der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für die Arbeitswelt kommt dabei nach Ergebnissen einer Studie im Auftrag der Bundesregierung eine wichtige Rolle zu.

Was die Verteilung beruflicher und persönlicher Entwicklungs- und Aufstiegschancen angeht, so wird eine weitere wichtige Aufgabe darin bestehen, existierende strukturelle Ungleichheit so weit wie möglich auszugleichen. Gerade Personen, die sich beruflich bereits souverän in der digitalen Welt bewegen, werden durch diese erhöhtem Stress ausgesetzt.

Hier kann Unterstützung notwendig sein, um sich gegen die beständig steigenden Anforderungen und den zunehmenden Druck zur Leistungssteigerung hinreichend abzugrenzen und so Überforderung und Überlastung vorzubeugen.

Auf der anderen Seite müssen die bisher digital Ungeübteren in die Lage versetzt werden, ihre Qualifikation den geänderten Anforderungen anzupassen und beruflich Schritt zu halten.

Weiterbildung spielt dabei eine wichtige Rolle. Dass die Betroffenen dazu immer bereit sein werden, kann jedoch nicht ohne Weiteres vorausgesetzt werden. Digital Agenda for Europe. Die Zukunft der digitalen Gesellschaft. Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage. Die Gesellschaft in der digitalen Transformation. Die Digitalisierung verändert Produktions- und Dienstleistungsprozesse und damit die Arbeitswelt insgesamt grundlegend und nachhaltig.

Diese Veränderungen betreffen so gut wie jede Branche, jeden Betrieb und jeden Beschäftigten in Deutschland. Pauschale, allgemeine Regeln werden künftig immer seltener eine Antwort auf neue Herausforderungen sein. Die Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen wird sich stärker an den speziellen Gegebenheiten in den Branchen und Unternehmen orientieren müssen, wobei den Sozial-, Tarif- und Betriebspartnern eine wesentliche Rolle zukommt. Ausgewählt werden Textsequenzen, die zum jeweiligen Schwerpunktthema passen.

In diesem Heft geht es um grundsätzliche Einschätzungen zur Digitalisierung und deren Auswirkungen auf Branchen, Unternehmen, Geschäftsprozesse, Beschäftigungsentwicklung und die Veränderung von Tätigkeiten in Unternehmen und Institutionen. Die vollständigen Stellungnahmen finden sich im Internet unter www. Das gemeinsame Ziel von Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften sollte es sein, das Wachstums- und Beschäftigungspotenzial, das in der Digitalisierung steckt, zu nutzen.

Deutschland kann enorm von einer mutig vorangetriebenen Digitalisierung profitieren. Die Umsetzung von Innovationen sollte befördert, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft weiter gestärkt und somit Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen werden. Das hohe Niveau der Arbeitsbedingungen in Deutschland kann dann auch in Zukunft gehalten werden. Nach innen moderiert die BDA branchen- und regio-. Bei der Gestaltung der Digitalisierung von Wirtschaft und Arbeitswelt darf neben den Bedürfnissen und Anforderungen von Beschäftigten und Unternehmen nicht der Kunde aus den Augen verloren werden.

Die Ansprüche der Kunden werden sich durch die Digitalisierung weiter verändern. Die Produktwünsche werden individueller, die Erwartungen an den Service der Unternehmen umfänglicher. Hierauf müssen die Unternehmen — und mit ihnen die Beschäftigten — reagieren, wenn sie sich am Markt behaupten wollen. Die Digitalisierung von Wirtschaft und Arbeitswelt wird nur dann ein Erfolg, wenn die ganze Gesellschaft bei diesem grundlegenden Wandel mitgenommen wird.

Es darf zu keiner Spaltung der Gesellschaft in digital Qualifizierte und digital Geringqualifizierte kommen — sei es als Arbeitnehmer, Kunde oder Bürger. Dazu sind vor allem gezielte und massive Bildungsanstrengungen auf allen Ebenen vonnöten. Ziel muss die Gesellschaft 4. D e b at t e Parallel zur rasch voranschreitenden Digitalisierung der deutschen Wirtschaft sind ständig neue Rekorde bei Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zu verzeichnen.

Zwar verändern sich — wie bei technischen Neuerungen und Entwicklungssprüngen üblich — Qualifikationsanforderungen und Tätigkeitsprofile. Manche Tätigkeit wird es wegen einer Automatisierung langfristig nicht mehr geben. Aber ebenso werden neue Tätigkeiten und Arbeitsplätze entstehen, sodass das Beschäftigungsniveau gehalten oder sogar ausgebaut werden kann.

Sich der Digitalisierung zu verweigern und sie nicht als Chance zu begreifen, wäre dagegen ein sicherer Weg zum Wegfall vieler Arbeitsplätze. Volkswirtschaftlich birgt die Digitalisierung erhebliches Wachstumspotenzial. Da die Entwicklung vor allem vom exponentiellen Wachstum der digitalen Speicherkapazitäten angetrieben wird, entstehen ständig neue, bis vor Kurzem unvorstellbare technische Lösungen, z. Weil die Digitalisierung nicht nur die Wirtschaft, sondern fast alle Lebensbereiche betrifft, kann sie eine langfristige, positive Konjunkturentwicklung auslösen.

Auch wenn der Trend zur Digitalisierung ungebrochen ist, fällt je nach Branche der Digitalisierungsgrad heute sehr unterschiedlich aus. Gleichwohl kommen die führenden bzw. Gleichzeitig ist die industrielle Basis der deutschen Wirtschaft stark und hat beste Voraussetzungen, um von der Digitalisierung zu profitieren. Es bedarf aber weiterer gezielter Anstrengungen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Verhaltenskontrollen von Beschäftigten gefördert werden. Er vertritt als zentraler gewerkschaftlicher Akteur die Arbeitnehmerinteressen und.

Die bislang vorliegenden, wissenschaftlichen Beschäftigungsprognosen zeigen unterschiedliche Szenarien auf. Es stellt sich nicht die Frage, ob, sondern wie die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert und weiterhin verändern wird.

Es gilt, die Chancen für Unternehmen und Beschäftigte zu fördern und Risiken zu reduzieren. Dabei stehen die Chancen den Risiken nicht diametral gegenüber, sondern eröffnen sich erst durch den Abbau von Sorgen und Vorbehalten hinsichtlich der Arbeitsplatzsicherheit oder des Datenschutzes unter den Beschäftigten. Dies gelingt am besten, wenn die Beschäftigten beteiligt werden und ihre Arbeitsbedingungen besser mitgestalten können.

Eine erfolgreiche Gestaltung des digitalen Changeprozesses in der Arbeitswelt erfordert eine gemeinsame Vertrauensbasis. Dabei fällt ihm die Aufgabe zu, die durchaus diversen Positionen aus Industrie- und Dienstleistungsgewerbe zu vereinen. Ohne die Schaffung einer solchen Vertrauensbasis besteht das Risiko, dass sich Vorbehalte in den Betrieben und Dienststellen zu Blockaden verfestigen, die eine arbeitspolitisch und wirtschaftlich erfolgreiche Gestaltung des digitalen Transformationsprozesses verzögern oder behindern.

Dadurch kann sich das Risiko erhöhen, dass sich die Potenziale der Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft nicht realisieren lassen. Die Digitalisierung ist als ein spezifischer Treiber der global vernetzten Ökonomie zu betrachten, sodass unterschiedliche Innovationsmodelle sowie die Geschäftsmodelle der analogen und digitalen Ökonomie immer stärker in Konkurrenz zueinander treten. Es wäre deshalb dringlich, dass entsprechende Branchenanalysen erfolgen.

Die bislang vorliegenden wissenschaftlichen Annahmen zu Automatisierungseffekten durch die Digitalisierung sehen. So wird auf einen ausreichenden Arbeits-, Gesundheits- und Beschäftigtendatenschutz orientiert: Gleichwohl muss der Arbeits- und Gesundheitsschutz an neue, z. In diesem Zusammenhang wird die Anpassung des Beschäftigtendatenschutzes an die Herausforderungen von Big Data adressiert.

Diese Verhaltens- und Leistungsüberwachung kann zudem deutlich erhöhte psychische Belastungen nach sich ziehen. Weltweit erwirtschaften knapp Die zunehmende Digitalisierung und Verschmelzung von realer und virtueller Welt hat für die deutsche Automobilindustrie bereits heute erhebliche Auswirkungen auf alle Facetten der Geschäftstätigkeit. Die Veränderungen gehen weit über die Produktion hinaus: Die digitale Transformation wird die Branche als ein zentraler Wachstumsmotor weiter stark beeinflussen.

Als weltweit bekannter Automobilhersteller ist Daimler ein zentraler Akteur, der arbeitgeberseitig Interessen bezüglich der Arbeit der. Daimler sieht in diesem Wandel enormes Gestaltungspotenzial. Ein wesentlicher Aspekt der Digitalisierung sind die Veränderungen in der Arbeitswelt, insbesondere im Hinblick auf Qualifizierung, Flexibilisierung und Führungsverständnis. Daimler ist fest entschlossen, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu steigern.

Ein praktikabler politischer Rahmen, eine leistungsfähige Informations- und Kommunikationsinfrastruktur und qualifizierte Arbeitnehmer sind hierfür wichtige Voraussetzungen. Damit die Chancen der Digitalisierung zum Vorteil für die gesamte deutsche Industrie und ihre Beschäftigten sowie für die Arbeitsplätze in Deutschland werden, brauchen wir eine tragfähige Sozialpartnerschaft und einen politischen Rahmen, der Innovationen fördert, bürokratische Belastungen vermeidet und unternehmerische Freiheiten stärkt.

Durch die Digitalisierung verändern sich die Anforderungen an die Kompetenzen unserer Mitarbeiter. In Abhängigkeit von der konkreten Arbeitsorganisation kann es in den Produktionsbereichen zu einer Aufgabenänderung kommen. In den Verwaltungsbereichen werden projekthafte Arbeitsstrukturen und internationale Kooperationen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

In der Produktion steht das Konzept der intelligenten Fabrik Smart Factory im Mittelpunkt, die sich durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz, Ergonomie und die Integration von Kunden und Partnern in die Wertschöpfungsprozesse auszeichnet.

Daimler hat als erster Automobilhersteller die Potenziale des sensitiven Leichtbauroboters erkannt und in Pilotanwendungen erfolgreich für die Serienfertigung erprobt. Durch die Mensch-Roboter-Kooperation lassen sich die kognitive Überlegenheit des Menschen und seine Flexibilität optimal mit der Kraft, Ausdauer und Zuverlässigkeit der Roboter verbinden.

Der Mensch wird dabei immer im Mittelpunkt stehen — an seine Flexibilität kommt keine Maschine der Welt heran. Umso mehr wird es auf die intelligente Verbindung von Mensch und Technik ankommen.

Der Einsatz neuer Robotergenerationen wird quantitative und qualitative Auswirkungen auf die zukünftige Belegschaftsstruktur haben.

Dank unseres langfristigen Ressourcenmanagements können wir diese Anpassungsprozesse effizient steuern. Dabei werden wir unsere Belegschaft für neue Anforderungen qualifizieren und überbelastende oder ergonomisch ungünstige Arbeiten minimieren. Bezüglich der Arbeitssicherheit bei Mensch-Roboter-Kooperationen verfügen wir dank der Erfahrung aus mehreren Pilotprojekten und dem operativen Einsatz bereits heute über validierte Sicherheitskonzepte und Risikobeurteilungen, zum Beispiel im Hinblick auf biomechanische Belastungsgrenzen.

Für den Industriestandort Deutschland ist dieser Wandel trotz vielfältiger Herausforderungen eine Chance, seine starke industrielle Basis strukturell weiterzuentwickeln. Durch entsprechende Produktivitätsfortschritte kann die heimische Fahrzeugproduktion — insbesondere gegenüber den zunehmend industrialisierten Schwellenländern — im globalen Wettbewerb gestärkt werden.

D e b at t e Vieles, was noch vor Kurzem in ferner Zukunft schien, ist heute bereits Realität. Wir sind überzeugt, dass der digitale Wandel nach und nach alle Funktionen entlang des Wertstroms umfassend verändern wird. Der digitale Wandel stellt dabei neue Herausforderungen an die Qualifikation der Beschäftigten und den Umgang mit den veränderten Arbeitsbedingungen. Daher ist es wichtig, diese Änderungen früh aufzugreifen und aktiv mitzugestalten.

Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen Umsatz von 49 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmens-. In der digitalisierten Arbeits- und Produktionswelt von morgen erfolgt die Steuerung von standardisierten Produktionsnetzwerken mit mehreren Tausend Anlagen weltweit von einem physischen Standort. Die Beschäftigten werden viel stärker als heute die Produktionszusammenhänge über den eigenen Betrieb hinaus im Blick haben müssen. Bereits in der Berufsbildung werden die Vernetzung von Produktion und Arbeitsabläufen und das standortübergreifende Agieren von Produktionsnetzwerken ein fester Bestandteil sein.

Aufwendige Kontroll- und Nachverfolgungsarbeiten entfallen für die Beschäftigten. Werkzeuge und Anlagen werden durch systematische Analysen ihre optimale Standzeit kennen und können vorausschauend gewartet werden.

Anlagen werden Trends erkennen und kritische Entwicklungen frühzeitig an das Anlagepersonal melden können. Auftretende Störungen werden mit bekannten Fehlermeldungen verknüpft. Die daraus abgeleiteten Fehlermeldungen werden das Anlagepersonal zur qualifizierten Problemlösung befähigen. Die Beschäftigten sind dadurch in der Lage, nicht nur die Anlagen zu bedienen, sondern aktiv Probleme zu beheben und viel eigenverantwortlicher als heute in der Sicherstellung der Produktion mitzuarbeiten.

Bei unbekannten Problemstellungen können sofort Experten live hinzugezogen werden; diese müssen nicht mehr vor Ort sein, sondern können sich dank der modernen Kommunikationstechnologie an jedem beliebigen Ort befinden.

Dies gilt für alle Beschäftigten, die nicht direkt mit der Bedienung und Wartung von Anlagen betraut sind. Hieraus ergeben sich Flexibilisierungspotenziale für die Beschäftigten und veränderte Anforderungen an das Führen von Teams. Die Mitarbeiter von morgen werden Zeitpunkt, Ort und Ablauf ihrer Arbeit selbstbestimmt und eigenverantwortlich nach eigenen Interessen und Bedürfnissen und den Erfordernissen der Arbeit organisieren.

Denn Dienstleistungen tragen heute in Deutschland zu mehr als 70 Prozent der Wertschöpfung und der Beschäftigung bei. In Westdeutschland hat sich die Zahl der Erwerbstätigen im produzierenden Gewerbe von ca. Nach Einschätzung von Experten wird die Digitalisierung in den nächsten Jahren noch eine Beschleunigung erfahren.

Das entspricht einem Anteil von 73,9 Prozent. Die Bruttowertschöpfung in Deutschland hat insgesamt 2. Davon sind allein 1. Im Dienstleistungssektor kann ein knappes Drittel des gesamten Wertschöpfungswachstums von bis in Deutschland auf die Digitalisierung zurückgeführt werden — kumuliert und in absoluten Zahlen entspricht dies einem Betrag von beeindruckenden 95,1 Milliarden Euro.

Die Bedeutung von Dienstleistungen nimmt mit der Digitalisierung zu. Relevante Prognosen über künftige Arbeitsplatzverluste besagen, dass auch in den nächsten Jahrzehnten ein bestimmter Teil von Beschäftigung durch Computer ersetzt werden könnte vgl.

Dieser Teil ist dadurch charakterisiert, dass er nicht oder kaum spezifische Qualitäten aufweist, die die Automatisierung behindern, nämlich: Bei der Arbeit am bzw. Egal wie der Realitätsgehalt der oben erwähnten Prognosen eingeschätzt wird, in den Dienstleistungen, die mit zu den Spitzenreitern der digitalisierten Branchen gehören, schreitet die Rationalisierung bereits jetzt voran. Diese Entwicklungen müssen gestaltet werden: Gefordert sind vor allem die Sozialpartner auf betrieblicher und überbetrieblicher Ebene, aber auch die Gesetzgeber auf nationaler und europäischer Ebene.

D e b at t e Die Digitalisierung wird auch im Einzelhandel dazu führen, dass sich die Arbeitsbedingungen in vielen Bereichen stark verändern werden. Bei der Betrachtung ist insbesondere zwischen dem klassischen stationären Einzelhandel und dem Onlinehandel zu unterscheiden, da beide Vertriebsformen von jeweils unterschiedlichen Tätigkeitsformen geprägt werden. In den Verwaltungen der Handelsunternehmen bestehen zudem zahlreiche Büroarbeitsplätze, wie sie auch in anderen Branchen üblich sind.

Insgesamt erwirtschaften in Deutschland Der HDE hat rund Der sehr personalintensive stationäre Einzelhandel wird vor allem durch die Tätigkeiten: So steht beim Verkaufs- und Beratungsgespräch nach wie vor der direkte Kundenkontakt im Vordergrund. Klar ist aber, dass sich auch die Verkaufstätigkeit im stationären Einzelhandel durch die Digitalisierung weiter verändern wird.

Bei der Warenverräumung sind die Abläufe in vielen Bereichen so komplex, dass derzeit keine technischen Alternativen zu manuellen Tätigkeiten dieser Art bestehen. Bei der Kassiertätigkeit ist hingegen durchaus absehbar, dass in Zukunft intelligente Kassensysteme wie z. Self-Scanning-Kassen diese Tätigkeit, wenn nicht ganz verdrängen, so doch jedenfalls mehr und mehr ersetzen werden. Der HDE wirkt in mehr als 60 nationalen und internationalen Organisationen mit. Darüber hinaus ist der Bezahlvorgang in der Regel voll digitalisiert.

Die dortige Arbeitswelt wird insbesondere durch die Kommissioniertätigkeit geprägt. Moderne Kommissioniersysteme und hochmoderne Flurförderzeuge erleichtern diese Tätigkeit und werden zukünftig mehr und mehr Beschäftigung in diesem Bereich ersetzen können. Gleiches gilt natürlich auch für die Lager- und Logistikzentren stationärer Einzelhändler. Für die Bürotätigkeiten in den Verwaltungen der Handelsunternehmen ergeben sich keine Besonderheiten im Vergleich zu den Büroarbeitsplätzen anderer Branchen.

Auch hier wird es im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung zu Änderungen kommen. Im Unterschied zu den klassischen Handelstätigkeiten im stationären sowie dem Onlinehandel s.

Viele Handelsunternehmen bieten ihren Mitarbeitern im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten bereits heute verschiedene Modelle zur Arbeitszeitflexibilisierung an. Befürchtungen, es könne durch die Digitalisierung zu einem Abbau von Beschäftigung kommen, haben sich im Einzelhandel wie auch in der Gesamtwirtschaft bisher übrigens nicht bestätigt. Das Gegenteil ist der Fall: Trotz der Digitalisierung hat es der Einzelhandel in den letzten Jahren damit also geschafft, stets sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufzubauen sowie gleichzeitig geringfügige Beschäftigung abzubauen.

Eine Substitution von sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung durch geringfügige Beschäftigung ist damit also ebenfalls nicht eingetreten. Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist seit Jahren ein Faktum. Sie erfasst alle Beschäftigungssektoren. Die Risiken müssen objektiv benannt werden können, ohne dass man sich Rückwärtsgewandtheit vorwerfen lassen muss.

Die Neuentwicklung der Arbeitswelt muss auch dazu genutzt werden, die Beschäftigungsbedingungen konsequent zu verbessern. Marburger Bund Der Marburger Bund ist die berufspolitische und gewerkschaftliche Interessenvertretung der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland.

Als Berufsverband und Gewerkschaft versteht sich. Die Chancen und Risiken der Digitalisierung der Arbeitswelt müssen branchenspezifisch betrachtet und verstanden werden. Technische Verfahren können dabei einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung menschlicher Tätigkeiten leisten, ersetzen werden sie diese jedoch nicht.

Die Schaffung und Gestaltung von verbindlichen Arbeitsund Entgeltbedingungen ist eine seiner wichtigsten. Die Entwicklung der Datenerhebung und Datenverarbeitung ist rasant.

Vermeintlich natürliche Begrenzungen durch endliche Speicherkapazitäten und Verarbeitungsgeschwindigkeiten existieren faktisch nicht mehr. Technische Entwicklungen erlauben die Systematisierung, Automatisierung und Standardisierung zahlreicher Arbeits- Abläufe, die noch vor wenigen Jahren entweder nicht praktizierbar oder zumindest im Wesentlichen menschlicher Erbringung vorbehalten waren.

Folgen der Nutzbarmachung können und sollen Effizienz- und Qualitätssteigerungen ebenso wie eine stärkere Konzentration auf höherwertige Tätigkeiten sein. D e b at t e benswert. Je nach Quellenlage verbringen klinisch tätige Ärzte heute zwischen 20 und über 40 Prozent ihrer Arbeitszeit mit administrativen bzw. Der Einsatz technischer Lösungen für die oben dargestellte Zielsetzung ist für den Gesundheitssektor also ebenso relevant wie vordergründig erstrebenswert.

Dennoch ist der technische Fortschritt aus verschiedenen Gründen gerade im Bereich der Patientenversorgung stets kritisch zu hinterfragen und der Einsatz technischer Lösungen engagiert zu begleiten. Ein besonderes Augenmerk ist dabei insbesondere auf den Bereich des Patienten- und Beschäftigtendatenschutzes zu richten. Der Marburger Bund will nachfolgend keine Pauschalunterstellungen gegenüber den Krankenhausträgern darstellen, sondern für strukturelle Gefahren beim Datenschutz sensibilisieren.

Dazu geben die Datenschutz- und Überwachungsskandale der vergangenen Jahre zumindest Anlass. Das Patientengeheimnis ist eine Grundbedingung für den Heilerfolg: Wer befürchten muss, dass seine im Rahmen einer medizinischen Untersuchung oder Behandlung dem Arzt gegenüber bekannt gewordenen personenbezogenen Daten an Dritte weitergegeben werden, wird sich überlegen, ob er diesem Arzt alle für die Behandlung nötigen Informationen anvertraut.

Dies gilt insbesondere in sensiblen Bereichen, etwa wenn es um Krankheiten im Zusammenhang mit dem Sexualleben, um Diagnosen aus dem Psychiatriebereich oder um Ergebnisse genetischer Analysen geht. In der FAZ vom Neues wagen, technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen aufgreifen und sie innovativ vorantreiben, dabei Bewährtes bewahren und für Qualität einstehen: Das ist das gelebte Selbstverständnis des Handwerks!

Unter genau dieser Perspektive stellt es sich auch den Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung von Wertschöpfungsprozessen, Marktstrukturen, Arbeitswelten und gesellschaftlicher Kommunikationskultur.

Es geht längst nicht mehr nur um die Nutzung von Officeprogrammen oder E-Mails. Über das Internet werden neue bzw. Nicht zuletzt über soziale Netzwerke und mittels mobiler Anwendungen wird die Kommunikation mit Lieferanten und Kunden intensiviert. Einschlägige Programme ermöglichen die Optimierung des Betriebsmanagements. Der ZDH argumentiert dementsprechend für eine. Insbesondere im Service- und Dienstleistungsbereich eröffnen sich neue Geschäftsmöglichkeiten.

Präsenz vor Ort beim Kunden, Beratungsund Leistungsqualität bleiben für das Handwerk gerade auch im digitalen Zeitalter von herausragender Bedeutung. Auch stellen sich die Handwerksunternehmen zunehmend den wachsenden Anforderungen des E-Governments, wie etwa bei der Vergabe öffentlicher Aufträge. Die zunehmende Digitalisierung des Wirtschafts- und Arbeitslebens schafft damit auch im Handwerk viele neue Anforderungen, aber auch Entwicklungsoptionen.

Durch die fortschreitende Digitalisierung wird ein Arbeitgeber grundsätzlich in die Lage versetzt, seine Beschäftigten nahezu lückenlos zu überwachen. Ein Beispiel hierfür ist die Möglichkeit, Log-in-Daten auszuwerten: Wer hat wann an welchem Arbeits- Platz wie lange eine Patientenakte mit welchem Inhalt bearbeitet?

Wer hat Lese- und Schreibberechtigung für diese Daten? Dadurch kann man mit vergleichbar geringem Aufwand ein detailliertes Bewegungsprofil der Beschäftigten erstellen. Neben den Mitbestimmungsrechten können auch hier tarifvertragliche Regelungen den bestehenden gesetzlichen Regelungen zum Datenschutz zur Seite gestellt werden. D e b at t e Wie werden wir morgen arbeiten? Ein wesentliches Merkmal künftigen Arbeitens werden neue arbeitsorganisatorische Strukturen sein.

Die Zahl der im Grünbuch erwähnten Solo-Selbstständigen wird weiter zunehmen, teils weil die Selbstständigkeit die Arbeitsform der Wahl ist, wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf, Familie, Freizeit und gesellschaftlichem Engagement geht, teils weil insbesondere den Kreativen keine andere Wahl bleibt. Gegründet , setzt sie sich seit nunmehr 40 Jahren für die Interessen ihrer Mitglieder ein. Das reicht vom Engagement in sozialrechtlichen Fragen wie der Versicherung in der Künstlersozialkasse, in.

Die arbeitsorganisatorische Struktur der Wahl ist unseres Erachtens das vernetzte Arbeiten, die Übertragung der sogenannten Aufbau- und Ablauforganisationsstrukturen auf die Organisation einer Solo-Selbstständigkeit. Dies erscheint uns zwingend, weil einerseits, wie bereits erwähnt, die Zahl der Solo-Selbstständigen zunehmen wird, andererseits die zu bearbeitenden Projekte in den wichtigen Branchen Informations- und Kommunikationstechnologien, unternehmensnahe Dienstleistungen, Medizin-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Optik immer komplexer werden, sodass sie von einem Selbstständigen allein nicht bewältigt werden können.

Diese Kooperationen sind verbindlicher als lose Netzwerke und bilden trotzdem keine starren Strukturen. Damit sind derlei Strukturen besser in der Lage, angemessen auf Kundenanforderungen zu reagieren als traditionelle Agenturorganisationen. Genau das macht sie volkswirtschaftlich relevant.

Konsens ist, dass sich Arbeit grundlegend verändert hat und die meisten Berufsbilder sich dramatisch verändert haben, nicht wenige sind sogar verschwunden.

Weitere Veränderungen werden folgen, die meisten früher statt später. Handlungsleitend müssen deshalb die künftig erforderlichen Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten sein.

Absehbar ist bereits heute, dass Kompetenzen wie Kreativität, vernetztes Denken, disruptives Denken eine entscheidende Rolle spielen werden. Organisation Im Zentrum des Handelns der vernetzten Solo-Selbstständigen stehen ein geteilter Arbeitsprozess, ein geteiltes Projektmanagement und ein geteiltes Wirtschaften. An die Stelle der Pflege einer Infrastruktur tritt die Pflege des Netzwerkes, das keinen gemeinsamen Ort mehr braucht, aber Verlässlichkeit und Effizienz. Identität Aufträge werden nicht an organisatorische Plattformen vergeben.

Die Identität eines adaptiven Betriebes entsteht durch die Sichtbarkeit seiner Mitglieder automatisch, muss jedoch zusätzlich systematisch weiter- entwickelt und bewusst! Sie ist demnach kein Zufallsprodukt. Grundlage dafür sind eine geteilte Haltung und eine geteilte Identität und nicht definierte Rollen und Stellenbeschreibungen, denn ein wichtiges Merkmal der Netzwerkstrukturen ist der kontinuierliche Rollenwechsel der Beteiligten.

Immer zwar mit Blick auf die spezifischen Kompetenzen, Fertigkeiten und Ressourcen der einzelnen Beteiligten kann sich ihre Rolle von Projekt zu Projekt ändern, je nach Kundenanforderung. Sie bilden die Basis für. D e b at t e Alle Arbeitgeber in der Sozialversicherung machen zunehmend von ihrem Recht Gebrauch, die Arbeit der Beschäftigten zu überwachen.

Die Grenze zwischen Controlling und Kontrolle, die nicht mehr als angemessen anzusehen ist, verschwimmt. Schon jetzt arbeitet die deutsche Sozialversicherung mit Datenverarbeitungsprozessen, die ein Ergebnis ohne menschliches Zutun generieren. Sie vertritt etwa Immer mehr Daten und Kontrolle lassen die Forderung nach einer Verabschiedung eines effizienten Beschäftigtendatenschutzgesetzes überfällig erscheinen, damit die Würde des Menschen auch im Arbeitsleben geschützt bleibt.

Der Mensch als zentraler Angelpunkt in der Dienstleistung der deutschen Sozialversicherung muss in seiner digitalen Souveränität geschützt bleiben. Durch die Digitalisierung werden sicherlich einige heute noch von Menschen ausgeübte Jobs wegfallen, andere dafür neu entstehen.

Welche das sind, werden die nächsten Jahrzehnte zeigen. Arbeit sollte nicht im Mittelpunkt stehen, sondern das gesellschaftliche Wohl. Wenn sich Arbeit automatisieren lässt, dann ist das gut. Digitalisierung hilft ebenfalls, Arbeitsprozesse zu verbessern. Neue Arbeitswelten sind neue Freiheitsgrade, die den Arbeitnehmern gegeben werden: Diese Zäsur erfordert ein Loslassen, der Arbeitgeber. Es geht bei der Digitalisierung nicht um Technik, sondern um den Menschen dahinter: Gedankenarbeit benötigt Kooperation, Versöhnungsbereitschaft, Transparenz, Authentizität statt Statusorientierung.

Wo Arbeit und Privates zunehmend verschwimmen, müssen die je berechtigten Interessen insbesondere am Schutz von Daten in Ausgleich gebracht werden. Wenn sich Log-in-Seiten, Bewegungsdaten und Erreichbarkeit sekundengenau nachvollziehen lassen, ist ein Schutz der Privatsphäre gefragt. Dieser muss jedoch einen effektiven Schutz von Unternehmensgeheimnissen ermöglichen ebenso wie dessen Überprüfung.

Zukunft der Arbeit bedeutet für mich, mobiler und flexibler aber auch ersetzbarer zu sein. Globalisierung und Technologisierung ermöglichen es, von überall in derselben Qualität zu arbeiten.

Der BVMW will die wirt-. So muss beispielsweise bei einem ausgelagerten Arbeitsplatz gewährleistet werden, dass sich Dritte keinen Zugang zu Geschäftsdaten verschaffen. Das Bundesdatenschutzgesetz bietet Arbeitnehmern derzeit einen guten Schutz vor einem Missbrauch ihrer Daten. Automatisierung und Digitalisierung stellen einiges infrage - auch das gewohnte Lohnsystem? Selbständige wollen keine Gängelung, sonst wären sie angestellt. Für alle Crowdworker - die digitalen Pfandflaschensammler der Zukunft ist dieses Recht auf Kollektivierung nicht selbstverständlich.

Ich will Rechtssicherheit mit Freiheit für Selbständige! Akademikern Perspektiven bieten und das Wissenschaftszeitvertragsgesetz ordentlich reformieren.

Es ist extrem belastend, jährlich um seine Verlängerung beten zu müssen. Soloselbständige anerkennen u in die Diskussion einbeziehen. Sie sind die Zukunft der Arbeitswelt. Wir werden alle arbeitenden Hände benötigen, ob angestellt oder selbständig.

Wir brauchen flexible Regelungen!